Sie zeigten ihre Leidenschaft für´s Schnitzen

Schnitzertage 230 Kunsthandwerker aus 37 Vereinen in Annaberg-B.

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Mit seinen elf Jahren traut sich Maurice schon an die Figur eines Bergmannes. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-B. Sie sind ein eingeschworenes Team, die alten und jungen Schnitzer. Wie eingeschworen, das zeigten zirka 230 Kunsthandwerker aus 37 Vereinen sowie Einzelschaffende zu den 26. Erzgebirgischen Schnitzertagen. Überall wurde gewerkelt und große Kunst fabriziert. Die Gänge im Annaberger Erzhammer waren so voll, dass ein Durchkommen teilweise kaum möglich war.

Alle, ob groß oder klein, wollten mitmachen. So wie Michael Rössel-Rothe und seine jungen Künstler von der Schnitzschule Zschorlau der Volkskunstschule im Kulturbetrieb des Erzgebirgskreises. An die 50 Kinder und Erwachsene schnitzen hier und sind mit Leidenschaft dabei. "In puncto Nachwuchs haben wir eine stetige Entwicklung. Mehr geht kaum", freut sich der Chef.

Schnitzen ist auch ein Hobby für die Jugend

Gleich nebenan saßen die Schnitzer aus Grüna. Diese Truppe war zum ersten Mal in Annaberg-Buchholz mit vor Ort. Volkmar Groß gehört zu den 70 Mitgliedern und schwärmte: "Bisher hat uns immer die Zeit für die Schnitzertage gefehlt. Jetzt sind wir von dem Zuspruch total beeindruckt." Den Spaß den die Schnitzer bei ihrem Hobby haben, den merkt man ihnen an.

Doch Schnitzen ist nicht nur eine Kunst fürs ältere Semester. "Es gibt auch wieder viele junge Leute, die das Schnitzmesser in die Hand nehmen und nicht nur vor dem Computer sitzen", freut sich Jens Lasch als Schnitzkoordinator des Erzgebirgsvereines. Einer der jungen Kreativen war Maurice Groth. Der Elfjährige ist seit zirka vier Jahren Mitglied im Arnsfelder Schnitzverein und sagte: "Schnitzen macht mir einfach Spaß. Man kann seine eigenen Ideen verwirklichen und alles selbständig gestalten."