Singen für den guten Zweck

Sternsinger Kinder der Katholischen Filialkirche St. Marien aus Zschopau sammeln für Projekte in Kenia

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Unter anderem statteten die Sternsinger dem Zschopauer Rathaus einen Besuch ab und segneten das Gebäude. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. In Mitteleuropa ist das Sternsingen ein traditioneller katholischer Brauch. So wie 1541 einst die ersten Sternsinger vom Kloster St. Peter in Salzburg losgezogen sind, so macht sich in der Gegenwart alljährlich eine Gruppe von Kindern der Katholischen Filialkirche St. Marien aus Zschopau zu Jahresbeginn auf den Weg. Drei von ihnen sind verkleidet als die Heiligen Drei Könige. Sie und ihre Begleiter beschenken Menschen mit ihren Liedern und segnen zudem deren Häuser, indem sie die Buchstaben C+M+B mit der Jahreszahl über die Haustür schreiben. Sie stehen für die lateinischen Worte "Christus mansionem benedicat", was bedeutet: Gott segne dieses Haus. Im Gegenzug erhalten die Kinder Süßigkeiten, aber auch finanzielle Spenden, die einem guten Zweck zugutekommen.

In diesem Jahr wurde für Projekte in Kenia gesammelt. "Bei uns kommen immer zwischen 500 und 600 Euro zusammen", sagt Pfarrhelferin Rosmarie Nowarra, die die Zschopauer Kinder auf ihrer Tour begleitete. Diese führte nicht nur durch Zschopau, sondern unter anderem auch durch Großolbersdorf, Venusberg und Weißbach.

An zwei Tagen machten Caspar, Melchior und Balthasar sowie ihre Begleiter in rund 20 Häusern Station. "Dabei handelt es sich um Menschen, die sich vorher bei uns melden. Sie freuen sich über den Besuch", erklärt Rosmarie Nowarra. Gegen Ende ging es zum Zschopauer Rathaus sowie zum Evangelischen Pfarramt. Auch dort präsentierten die zwischen 5 und 17 Jahre alten Künstler religiöse Lieder aus ihrem Repertoire. "Viele singen schon seit Jahren mit. Es soll ja Spaß machen", betont die Pfarrhelferin, der viel an dieser Tradition liegt.

Auch 2018 werden die jungen Zschopauer zwischen Weihnachten und dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar wieder losziehen.