Skatmeisterschaft: Der Reiz des Reizens

Skat Einen alten Zeitvertreib wieder neu verbreiten

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Karl-Heinz Ziller aus Pfaffroda hat das erste Olbernhauer Skatturnier gewonnen. Foto: Jan Görner

Olbernhau. Karl-Heinz Ziller hat das erste Olbernhauer Skat-Turnier gewonnen. Seine beste Serie brachte ihm 1913 Punkte ein. Das konnte keiner der insgesamt 33 Spieler übertrumpfen. Zweiter wurde Jean Gehrisch, dritter Frank Pallent. Evelin Kaltofen erspielte mit 1.335 Zählern das beste Ergebnis unter den vier weiblichen Teilnehmerinnen.

Mit dem Erfolg dieser Turnierpremiere zeigten sich die Organisatoren Katrin und Sylvio Süßmuth vom Skatclub Wernsdorfer Skatbrüder sehr zufrieden. Sie hatten den Wettbewerb im Vorfeld entsprechend unter den Skatspielern der Region beworben. Auch deswegen kamen die Mitwirkenden nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus Chemnitz.

Den Pokal, ein original Olbernhauer Reiterlein, stiftete der Olbernhauer Bürgermeister Heinz-Peter Haustein. Karl-Heinz Zillers Ergebnisliste wies an dem Abend keine besonders punktereichen Spiele auf. "Kleinvieh macht aber auch Mist, heißt es in der Skatsprache", sagte der 77-jährige Pfaffrodaer. Schon als 15-Jähriger hatte er das Skatspielen von seinen Freunden gelernt.

Damals war dieser Zeitvertreib noch weit verbreitet. Heute ist das anders. Vor allem junge Leute können mit dem aus 32 Karten bestehenden Blatt nichts mehr anfangen. Zur Stadtmeisterschaft in Olbernhau war der jüngste Teilnehmer 35 Jahre alt. Mit Turnieren wie diesem wollen die Wernsdorfer Skatbrüder diesem Kartenspiel zu mehr Öffentlichkeit verhelfen. "Vielleicht wollen es dann auch junge Leute wieder lernen", sagte Katrin Süßmuth. Deshalb soll es im Sommer schon einen weiteren Wettbewerb in Olbernhau geben.