Skeleton-Fans machen die Nacht zum Tag

Olympia Familienangehörige und Freunde von Axel Jungk fiebern mit

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Kurz vor dem dritten Lauf drehte Bruder Felix Jungk noch eine Video-Botschaft, die er Axel per Handy nach Südkorea schickte. Foto: Andreas Bauer

Hohndorf. Aufgrund des Zeitunterschieds zwischen Südkorea und Deutschland müssen sich Wintersport-Fans mitunter die Nacht um die Ohren schlagen, um Entscheidungen live zu verfolgen. Gemeinsam lässt sich so etwas leichter realisieren, sagten sich die Fans von Axel Jungk und trafen sich vergangenen Freitag kurz nach 0 Uhr im Hohndorfer Haus der Begegnung. Organisiert wurde dieses Public Viewing von Felix Jungk und Robert Jungk, die ihrem Bruder nicht alleine die Daumen drückten. Auch viele Freunde und Anhänger waren gekommen - und hofften auf ein Wunder.

Das Wunder blieb aus

Weil Axel Jungk nach Rang 3 im ersten Lauf den zweiten Durchgang verpatzt hatte, lag der Erzgebirger vor den entscheidenden beiden Läufen nur auf Rang 7. Der Medaillentraum schien bereits geplatzt zu sein. "Aber wenn er jetzt zweimal ordentlich runterkommt, ist noch alles möglich", sprach Rocco Schreiter vielen aus dem Herzen.

Der Leiter der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr und alle anderen Fans hofften jedoch vergeblich. Ihr Idol konnte sich nicht mehr nach vorn arbeiten und beendete den Wettkampf auf Rang 7. Die Stimmung ließen sie sich trotzdem nicht verderben. "Wir sind auch so unheimlich stolz auf ihn. Was er erreicht hat, ist unglaublich", sagte Schreiter stellvertretend für fast alle im Saal.

Auch der MDR war mit dabei

Zu den Anwesenden gehörten auch ein Fernseh-Team des MDR sowie Thomas Weise. Der Leiter des Olympiastützpunktes Chemnitz/Oberwiesenthal hilft während der Olympischen Spiele dabei, die Public Viewings mit auf die Beine zu stellen. In Geyer war er beispielsweise beim Erfolg von Kombinierer Eric Frenzel live dabei, bald geht es in Altenberg bei den Bobfahrern weiter.

"Wir wollen dem TV-Publikum auch die Vereine und Regionen näherbringen, aus denen die Sportler kommen", so Weise. Im Fall von Axel Jungk war es der Fanclub, der bereits der Heim-WM 2020 in Altenberg entgegenfiebert. "Das wird ein großes Ding", verspricht Felix Jungk.