Skeletontag beim 3. BMW IBSF Bob- & Skeleton-Weltcup in Altenberg

Weltcup Nikitina siegt vor Lölling und Kanakina

Altenberg. 

Altenberg. Im 3. BMW IBSF Bob & Skeleton Weltcup der Saison hat die Vorjahressiegerin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) den Sieg-Hattrick im ENSO-Eiskanal in Altenberg knapp verpasst. Sie lag am Ende nach zwei Durchgängen 37 Hundertstelsekunden hinter der Weltcup-Führenden Elena Nikitina aus Russland. Diese konnte im zweiten Lauf ihren eigenen Startrekord aus dem November 2015 um zwei Hundertstelsekunden auf 5,31 Sekunden verbessern.

Podium knapp verpasst

Bronze sicherte sich mit Yulia Kanakina eine weitere Athletin aus Russland. Das Podium knapp verpasst haben Tina Hermann (WSV Königssee) und Sophia Griebel (RT Suhl) mit den Plätzen vier und fünf. Am Ende lagen die beiden 1,20 bzw. 1,37 Sekunden hinter der Siegerin. Nach dem Rennen zeigte sich Jacqueline Lölling zufrieden, sah aber dennoch Verbesserungspotenzial: "Im ersten Lauf waren ein paar mehr Fehlerchen, nichts Großes, aber ein paar Kleinigkeiten, die haben sich am Ende summiert.

Trotzdem bin ich zufrieden mit Platz zwei. Großes Lob an die Bahnarbeiter, die haben ihr Bestes gegeben. Wir hatten die ganze Woche schwierige Bedingungen, aber wir können uns nicht beschweren." Am Nachmittag setzte sich der favorisierte Russe Alexander Tretiakov mit 0,57 Sekunden deutlich gegen Olympiasieger Sungbin Yun aus Korea durch und baute damit seine Führung im Gesamtweltcup aus. Sein Landsmann Nikita Tregubov belegte mit 0,84 Sekunden Rückstand den dritten Platz.

Das Treppchen knapp verpasst haben dagegen die deutschen Skeletonis um den Lokalmatadoren Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg). Dieser kam nach einem fehlerhaften ersten Lauf hinter Christopher Grotheer (BRC Thüringen) auf Platz fünf ins Ziel - die beiden trennte nur eine Hundertstelsekunde. Die geschlossene deutsche Mannschaftsleistung komplettierte Kilian von Schleinitz (WSV Königssee) als Sechster.

Konkurrenz war besser vorbereitet

Nach dem Wettkampf haderte Axel Jungk mit seiner Leistung: "Es waren schwere Bedingungen, aber die anderen haben sich weitaus besser darauf eingestellt als ich." Teamkollege Christopher Grotheer war nach zuletzt verletzungsbedingter Weltcup-Abstinenz zufriedener: "Am Anfang war ich verunsichert und habe mich über den fünften Zwischenrang nach dem ersten Lauf schon sehr gefreut. Dass es am Ende noch der vierte Platz wurde, ist wirklich sehr gut."

Für einen stimmungsvollen Rahmen sorgten die zahlreichen Zuschauer am ENSO-Eiskanal. Unter ihnen befanden sich rund 120 Mitglieder des Axel-Jungk-Fanclubs, die bereits zum Damenrennen den Weg an den Eiskanal fanden, um auch die Athletinnen zu unterstützen. Am morgigen Sonntag starten die Viererbobs in Altenberg.