Ski-Spaß auf der Ökopiste

Freizeit Gornsdorfer kämpfen um ihren Lift

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Mitglieder des 1. Gornsdorfer Skivereins Eberhard Lenk, Joachim Bahner und Manfred Uhlig (v.l.n.r.) vor dem Gornsdorfer Skilift. Foto: Georg Dostmann

In Gornsdorf dreht sich der Lift allen Unkenrufen und Widerständen zum Trotz. Auf 400 Metern Länge und reinstem Naturschnee sausen die Skifans dieser Tage ins Tal. Eigentlich hatte der Pächter den Vertrag für einen Teil des Areals, auf dem sich leider gerade die Antriebsstation des Liftes befindet, zum 31.12.2016 gekündigt. "Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt", berichtet Manfred Uhlig, Vorsitzender des 1. Gornsdorfer Skivereins und ehemaliger Rechtsanwalt: "Die Sache ruht derzeit und wir können fahren".

Das freut nicht nur die kleine Skigemeinschaft von etwa 25 Mitgliedern, die den Lift 1981 aufgebaut und in Betrieb genommen hat, sondern auch viele Freizeitsportler und Kinder aus der Umgebung. Auch am Wochenende, das nochmals herrlichste Wintersportbedingungen verspricht, wird der Lift von 10 bis 17 Uhr an beiden Tagen in Betrieb sein. "Die Bedingungen bei uns sind bestens", sagt Uhlig, "und wir haben eine reine Ökopiste." Anders als in den meisten Skigebieten im Erzgebirge wird in Gornsdorf nicht mit Schneekanonen oder Schneelanzen nachgeholfen. Präpariert wird die Piste mit viel persönlichem Engagement der Vereinsmitglieder per Hand mit einer selbstgebauten "Pistenraupe".

Der Lift befindet sich am Klaushang in der Ortsmitte von Gornsdorf schräg gegenüber der Kirche und kann am besten vom Parkplatz hinter dem Rathaus erreicht werden. Aktuell ist die Schneedecke etwa 50 Zentimeter hoch, der Schnee griffig und das Areal weit. Erwachsene zahlen pro Stunde 2,50 Euro, Jugendliche 2,00 Euro und Kinder 1,50 Euro. Eine Familienkarte kostet 5,00 Euro.