So funktioniert Prävention: Einblick in die Drogensucht

Bildung Schüler in Olbernhau lernen von Süchtigen

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Laura Grämer, Michelle Schubert, Sven Kaanen, André, Florian Steinert und Leon Walther (v.l.) unterhalten sich über Drogen. Foto: Jan Görner

Olbernhau. Drogenprävention spielt an der Oberschule Olbernhau immer wieder eine Rolle. Ganz anschaulich zu diesem Thema informiert wurden kürzlich ihre Zehntklässler. Drei Gäste berichteten aus erster Hand über ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Drogen und der Sucht.

Sven Kaanen leitet die Fachkliniken Heidehof in Weinböhla. Dort werden Drogenabhängige, vor allem Crystal-Süchtige, therapiert. Schonungslos berichtete er darüber, wie junge Leute der Drogen wegen starben, wie Mütter ihre ungeborenen Kinder verloren, nur weil sie auf Crystal waren. Die ernsten Gesichter und die Stille in der Aula bewiesen, dass der Chefarzt sein Publikum erreicht hatte.

Das Leben zerstört

Das verstärkte sich zusätzlich als André, ein Drogenabhängiger über seine Erlebnisse mit der Sucht berichtete. Crystal und andere Drogen haben sein gewohntes Leben zerstört und ihn beinahe umgebracht. Zuvor klärte Katrin Michel von der Polizeidirektion Chemnitz die jungen Leute über die rechtlichen Konsequenzen auf, die mit dem Handel, dem Besitz und dem Konsum illegaler Drogen zusammenhängen.

Das Suchtpräventionsprojekt wird von der Friedrich-Ebert-Stiftung betreut. Nach Olbernhau gebracht hat es der SPD-Stadtrat Hartmut Tanneberger.