So sieht gelungene Integration aus

Asyl 18-jähriger Syrer möchte sich in Bad Schlema qualifizieren

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Jens Weißflog von der Diakonie-Begegnungsstätte Schneeberger Brücke (l.) im Gespräch mit Mahmoud Alnatour aus Syrien. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Das Deutsch-Level, das Mahmoud Alnatour nach 1,5 Jahren hat, ist schon sehr gut. Der junge Mann aus Syrien hat einen Aufenthaltstitel für drei Jahre und lebt mit seiner Familie, mit Mutter, Vater und seiner Schwester in einer Wohnung in Aue. Nach drei Jahren kann ein neuer Antrag gestellt werden. Der Grund, warum die Familie nach Deutschland gekommen ist? "Unser Land haben wir wegen des Krieges verlassen", erzählt Mahmoud Alnatour.

Der 18-Jährige absolviert seit einem Monat eine Ausbildung zum Elektroniker in Grünhain und ist zudem dabei, seinen Führerschein zu machen. Perspektivisch würde er gern in Deutschland bleiben: "In Syrien habe ich schon eine Ausbildung gemacht und wollte studieren, was aber leider nicht möglich war, weil man mir keinen Platz zur Verfügung gestellt hat." In Deutschland sieht er die Chance, im Anschluss an seine Ausbildung sich weiter zu qualifizieren und eine Meisterausbildung zu beginnen.

Integration ist oft nicht einfach

"Mahmoud Alnatour ist ein gutes Beispiel", sagt Rainer Sonntag, Vorstand des Diakonischen Werks Aue-Schwarzenberg. Man sei auf dem Weg einer gelingenden Integration. Sonntag weiß: "Die größten Schwierigkeiten gibt es, weil die Voraussetzungen oftmals nicht erfüllt sind, was die Sprache betrifft. Wir haben es teilweise mit Leuten zu tun, die Analphabeten sind und keine Ausbildung haben. In so einem Fall ist es ein langer Weg."