"Sockenmonster" sorgen für frischen Schwung

Projekt Deutsches Strumpfmuseum lockt mit speziellem Bastelangebot

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Susann Hofmann (l.) hilft beim Basteln der Sockenmonster. Foto: Andreas Bauer

Gelenau. Sollten in oder rund um das Deutsche Strumpfmuseum in Gelenau kleine Monster auftauchen, dann dürfte das höchstwahrscheinlich an einem neuen Projekt von Susann Hofmann liegen. Die gelernte Modenäherin kümmert sich seit einigen Wochen um das Museum, das seit 2013 geschlossen war.

Sie will wieder für frischen Schwung in der Einrichtung sorgen und setzt dabei vor allem auf die sogenannten "Sockenmonster". Gruselig sind die aus Socken gestalteten kleinen Figuren keinesfalls, stattdessen steht der Name ihres Projekts eher für Fantasie und Humor.

Individuell gestaltbar

"Man stopft die Socken einfach mit Watte aus und formt sie. Dabei helfen kleine Gummis, um verschiedene Körperteile zu schaffen", erklärt Susann Hofmann. Auch Wolle, Federn und Knöpfe helfen bei der Dekoration, sodass die kleinen Kreaturen am Ende wirklich originell wirken. "Jeder kann sein Monster ganz individuell gestalten", sagt die 37-Jährige, die bei Aufräumarbeiten auf die zündende Idee kam.

An die 150 Kartons fand sie voller Socken, die sich doch irgendwie noch als nützlich erweisen sollten. Also legte die gelernte Modenäherin Hand an und bastelte Brunhilde - eine gelungene Testversion für das nun laufende Projekt.

Gleich 50 Monster an einem Tag

Während des Weihnachtsmarktes in Gelenau schauten schon viele junge Besucher im Strumpfmuseum vorbei und ließen mit "traditionellen Zutaten aus der Textilindustrie" ihrer Kreativität freien Lauf. Dabei entstanden auch kleine Tannenbäume. Doch vor allem die Sockenmonster erfreuten sich großer Beliebtheit.

Rund 50 fantastische Kreaturen entstanden allein am ersten Tag, was der Museumsmitarbeiterin Mut macht. Sie will nun den Kontakt zu Kitas und Schulen suchen, um zu basteln.