Sören Bertram: Nichts kann ihn stoppen

Fußball FCE-Spieler lässt sich trotz Verletzungen nicht unterkriegen

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Schon am Millerntor hat Sören Bertram ohne Maske gespielt. Foto: Carsten Wagner

Aue. Im Sommer 2016 kam Sören Bertram zum FC Erzgebirge Aue. Der Verein hatte ihn verpflichtet, obwohl Bertram da noch seinen Kreuzbandriss auskurieren musste, den er sich im April 2016 noch im Trikot des Hallenschen FC zugezogen hatte. Bertram kämpfte sich tapfer durch die Reha und schließlich ins Team. Dass er ein harter Brocken ist, zeigte der 26-Jährige auch in diesem Herbst.

Kurz nach der Verletzung schon wieder auf dem Rasen

Zunächst zog sich Bertram beim Spiel in Fürth einen Nasenbeinbruch zu, hatte dann Knieprobleme, stand aber schon beim Spiel am Millerntor wieder auf dem Rasen und das anders als erwartet - nämlich ohne Maske.

"Das ist einfach Gefühlssache gewesen. Ich hab noch einmal mit dem Arzt gesprochen", erinnert sich Bertram und ergänzt: "Der Doc sagte mir, es könne eigentlich nichts passieren. Es sei denn man bekommt wieder eins drauf, das ist aber eher selten."

Auf die Nase bekam Bertram am Millerntor zwar keine, dafür aber an den Kopf. Und zwar nicht von irgendjemandem, sondern vom 1,96 Meter großen Hünen Lasse Sobiech. Der Ellenbogencheck saß und Bertram nahm es positiv.

Mehr Glück als Verstand

"Es war ein gutes Gefühl für den Kopf, weil es gehalten hat. Lasse Sobiech ist einer der schwersten Spieler der Liga", kommentiert Bertram nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld - also eine reichliche Woche nach der Begegnung am Millerntor. "Ein bisschen schief ist sie noch, ich muss sie mir also eh richten lassen", fügt er noch hinzu.

Da auch Bertram ein bisschen verschnupft war, kam die Länderspielpause genau im richtigen Moment, um sich auszukurieren. Lediglich das Benefizspiel am Samstag beim VFC Plauen stand für die Lila-Weißen auf dem Programm. Gute 500 Zuschauer erlebten den 2:1-Sieg der Veilchen. Die FCE-Tore schossen Dimitrij Nazarov und Albert Bunjaku bereits in der ersten Halbzeit.