Sommer-Klimacamps: grenzübergreifendes Lernen

Klimacamp Deutsche und tschechische Kinder erkunden ökologischen Fußabdruck in Thalheim

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Bara und Vincent beim Füttern von Kühen auf dem Rößler-Hof in Burkhardtsdorf.Foto: Georg Dostmann

Thalheim. Für doppelt gutes Klima auch in den Sommerferien: "Dem Klima auf der Spur" sind im Juli wieder Kinder und Jugendliche aus Sachsen und Tschechien in der Tabakstanne Thalheim - bei gleich zwei Camps. Seit dem Start im Jahr 2016 ist das die fünfte größere Aktion im sächsisch-tschechischen Projekt der Kindervereinigung Chemnitz. Der Schwerpunkt beim ersten Camp lag auf Forst- und Landwirtschaft, beim zweiten Camp ab dem 15. Juli auf den Themen Abfall und Recycling.

Wie funktioniert Recycling?

Bei den Camps treffen sich sächsische und tschechische Kinder und Jugendliche in der Tabakstanne Thalheim, um gemeinsam ihren ökologischen Fußabdruck zu erkunden. "Wir haben ein abwechslungsreiches Programm für die Teilnehmer geplant", sagt Dietmar Franze, Leiter der Tabakstanne. "Höhepunkte beim ersten Camp waren der Besuch eines Imkers, eine Waldführung, der Öko-Einkaufstest und der Besuch des Rößlerhofs in Burkhardtsdorf."

Beim zweiten Camp ab dem 15. Juli erfahren die Kinder, wie Abfall getrennt und recycelt wird. Dietmar Franze: "Das funktioniert am besten live vor Ort. Daher gibt es Exkursionen zu den Abfallanlagen in der Umgebung, zum Beispiel zur Schönfelder Papierfabrik."

Einrichtungen aus den tschechischen Städten Chodov und Usti nad Labem gehören zu den Projektpartnern der Kindervereinigung Chemnitz im Nachbarland. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt wird drei Jahre lang grenzübergreifend "Dem Klima auf der Spur" sein - mit Umweltcamps, Veranstaltungen und Workshops für Kinder, Jugendliche, Familien, Lehrer, Erzieher und Studenten. Mit qualifizierten Maßnahmen wird so eine frühzeitige Umweltbildung initiiert.

Erhöhte Umweltbelastung in der Grenzregion

Immer wieder ist von erhöhten Umweltbelastungen in der erzgebirgisch-böhmischen Grenzregion die Rede. "Im deutsch-tschechischen Grenzraum soll in den nächsten Jahren gezielt in die Verringerung der CO2-Emissionen pro Kopf investiert werden", so Mathias Hofmann, geschäftsführender Vorstand der Kindervereinigung Chemnitz.

"In den sächsischen und tschechischen Lehrplänen finden sich aber bisher kaum konkrete Lehrinhalte dazu." Diesem Missstand möchte der Verein gemeinsam mit seinen tschechischen Projektpartnern etwas entgegensetzen.