Sommer-Stillcafé am Auer Helios Klinikum

Stillcafe Mütter bekommen Tipps und Unterstützung

Aue. 

Aue. Das Sommer-Stillcafé am Auer Helios Klinikum hat jetzt traditionell als Picknick im Freien stattgefunden. So konnte man auch den in Corona-Zeiten geforderten Mindestabstand einhalten. Beim Stillcafé konnten junge Mütter ungezwungen mit anderen stillenden Müttern ins Gespräch kommen. Und mit Simone Oktabec, Kinderkrankenschwester auf der Früh- und Neugeborenen-Station und Constanze Tuchscherer, Hebamme auf der Entbindungsstation, haben zwei ausgebildete Stillberaterin alle Fragen rund ums Stillen und die Säuglingsversorgung beantwortet und haben Tipps gegeben.

Simone Oktabec weiß: "Nicht immer klappt das Stillen sofort. Da braucht es am Anfang schon etwas Übung. Mutter und Kind müssen sich aufeinander einstellen und kennenlernen." Wie die 50-Jährige aus Aue sagt, sei das Stillen eine tolle Sache: "Mütter geben ihren Babys damit das Allerbeste, was sie in den ersten Monaten für ihr Kind tun können." Ein Fakt sei, dass 92 Prozent der Frauen anfangen mit Stillen und nach einem halben Jahr stillen durchschnittlich nur noch 50 Prozent.

Es geht nicht nur um den Nährwert, sondern um Bindung und emotionale Nähe

Constanze Tuchscherer weiß aus Erfahrung: "Es fangen viele Mütter mit dem Stillen an, nehmen sich das auch vor, aber hören aufgrund von Problemen, die auftreten, oft viel zu schnell auf. Es ist empfohlen, das erste Lebensjahr zu stillen und aufgrund von Empfehlungen, wann Beikost zugeführt wird, sind die Mütter immer sehr schnell mit dem Abstillen. Es gibt eigentlich keinen gleichwertigen Ersatz zum Stillen." Frauen sollten sich rechtzeitig informieren. Und sich gern auch schon vor der Geburt an Hebamme oder Stillberaterin wenden. Dann sei einfach auch das Durchhaltevermögen größer.

Constanze Tuchscherer sagt auch: "Die Dauer des Stillen ist eine Sache, die Mutter und Kind selbst entscheiden müssen. Es geht nach dem ersten Lebensjahr nicht mehr um den großen Nährwert, sondern um Bindung und emotionale Nähe. Es gibt ganz sensible, feinfühlige Kinder, die unheimlich viel Rückversicherung brauchen." Es sei durchaus in Ordnung, ein Kind auch länger, ein bis zwei Jahre, zu stillen.