Sommerpause? - Veilchen-Boss war mit Trainersuche beschäftigt

Entscheidung Helge Leonhardt schenkt Thomas Letsch das Vertrauen

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Helge Leonhardt musste im Sommer überraschend einen neuen Trainer suchen. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Aue. Ein bisschen verrückt war sie schon die Sommerpause für den FC Erzgebirge Aue. Mit dem Klassenerhalt in der Tasche ging es für die Profis in den wohlverdienten Urlaub. Egal ob unter Palmen oder bei der Wandertour in den Bergen, die Überraschung war bei allen groß, als Trainer Dominico Tedesco sprichwörtlich den "Abflug" machte und dem Ruf nach Gelsenkirchen folgte.

Kühlen Kopf bewahren

Nicht jeder Fan verstand diesen Schritt, manch ein Anhänger schimpfte wild, doch einer behielt mal wieder die Übersicht und die Ruhe: FCE-Präsident Helge Leonhardt begab sich auf die Suche nach einem neuen Coach und fand Thomas Letsch, den Trainer des österreichischen Zweitligisten FC Liefering.

Leonhardt ließ es sich auch in diesem Jahr nicht entgehen, ein paar Tage bei der Mannschaft im Sommercamp zu verbringen. Der FCE-Boss reiste dafür extra aus Zürich an, wo er zuvor geschäftlich zu tun hatte. "Von Zürich bin ich nach Wien geflogen und hab mich dort abholen lassen", so Leonhardt. Seine Anwesenheit im Camp sah er als eine Selbstverständlichkeit, denn er wollte das Team beobachten, die neuen Spieler kennen lernen.

Am Klassenerhalt soll es nicht scheitern

"Wir haben eine anstrengende Saison vor uns", so der Veilchen-Boss. Ein Saisonziel, dass sich über eine Platzierung definiert, will Leonhardt nicht formulieren. Der Klassenerhalt allerdings soll diesmal nicht bis zum Schluss auf Messers Schneide stehen. Zuversicht stellte sich bei Helge Leonhardt schon während des Trainingslagers ein, denn das Team überzeugte ihn: "Die Mannschaft macht Spaß. Die Jungs hängen sich rein." Lediglich die Testspielergebnisse dürfte die Stimmung etwas getrübt haben.