Spätes Tor lässt Marienbergs Oberliga-Kicker weiter hoffen

Fußball FSV Motor beendet Saison nach 1:1 gegen Wernigerode als Vorletzter - und wartet auf News vom Verband

Marienberg. 

Dank eines Treffers kurz vor Schluss hoffen die Fußballer des FSV Motor Marienberg in der NOFV-Oberliga Süd weiter auf den Klassenerhalt. Am letzten Spieltag kam der Aufsteiger aus dem Erzgebirge zu einem 1:1-Remis gegen den FC Einheit Wernigerode. Da zeitgleich der SV Arnstadt mit 0:6 gegen den Bischofswerdaer FV verlor, der damit in letzter Sekunde am VFC Plauen vorbeizog und Staffelsieger wurde, konnten die Marienberger die rote Laterne an die Arnstädter abgeben. Ein wichtiger Schritt, denn der 15. Platz könnte laut Trainer Ronny Rother zum Verbleib in der Oberliga reichen.

Endspurt wird belohnt

"Wir warten jetzt auf eine Mitteilung des Verbands", sagt der Motor-Coach mit Blick auf Entscheidungen, die den Rückzug von Teams in der Oberliga Nord sowie den Aufstiegsverzicht von mehreren Landesligisten betreffen. Geduld ist also weiterhin gefragt, auch wenn die Erzgebirger das Remis gegen Wernigerode feierten wie ein Sieg. Einerseits aufgrund der Annahme, dass der eine Punkt reicht. Andererseits aufgrund der Art und Weise, wie dieses Ergebnis zustande kam. Denn die Gastgeber lagen trotz guter Leistung lange hinten, ehe ihnen ausgerechnet ein lange verletzter Routinier, den kaum jemand noch auf dem Zettel hatte, kurz vor Ultimo doch noch mit dem Ausgleichstreffer erlöste.

Offener Schlagabtausch nach der Pause

Es war der 37-jährige Kenny Schmidt, früher unter anderem für den Chemnitzer FC, Erzgebirge Aue und die U 23 von Werder Bremen aktiv, der in der 85. Minute den entscheidenden Angriff einleitete und dann selbst abschloss. Den Querpass des von ihm steil geschickten Kevin Werner verwertete er aus 15 Metern. "Der Ausgleich war mehr als verdient", betont Rother, der sich zuvor mehrfach die Haare gerauft hatte. Schon in der ersten Halbzeit hatte sein Team mehrere gute Chancen ausgelassen und dann in der Nachspielzeit das vermeidbare 0:1 kassiert. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie zu einem offenen Schlagabtausch, weil Motor Druck machen musste und Wernigerode Platz zum Kontern hatte. Letztlich war es aber ein Konter der Marienberger, der das Stadion zum Jubeln brachte.

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