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Spannende Wettkämpfe beim Speedhill in Mauersberg

Motorsport Bei rutschiger Strecke feuern Zahlreiche Fans die Fahrer an

Mauersberg. 

Mauersberg. Das Mauersberger Speedhill-Rennen hat in diesem Jahr zwei Sieger ermittelt. Marc Neumann aus Drebach entschied die Klasse open für sich. Deren Starterfeld schwang sich auf getunten Simsons hangaufwärts und über den Hindernisparcours hinweg. Die Klasse der seriennahen Simsons gewann Mark Richter aus Hilmersdorf. Pro Klasse waren am vergangenen Wochenende vier Läufe über die Bühne gegangen und ein Prolog. In den ersten drei qualifizierten sich die Teilnehmer für das Finale, den sogenannten Matadoren-Lauf. Die ersten drei Läufe starteten die Akteure im Minutenabstand auf die etwa 900 Meter lange Strecke. Die Zeit bis ins Ziel wurde jeweils gemessen. Die Zehn mit den besten Zeiten in ihren Klassen standen dann beim Matadorenlauf gemeinsam an der Startlinie und gingen im Massenstart auf die Hatz. Marc Neumann und Mark Richter überquerten jeweils als erste die Zielmarkierung. Die diesjährige Veranstaltung war begleitet von schlechtem Wetter. Regen machte die Strecke rutschig. So war es für viele Akteure schon problematisch, den Hang zu erklimmen. So mancher blieb dabei stecken. Kurzzeitig hatten sich Staus mit mehreren Fahrern gebildet. Im oberen Bereich wartete der Parcours auf die über 42 Simson-Fahrer. Michael Noack und seine Helfer hatten mehrere Hindernisse aufgebaut. Diese mussten die Fahrer meistern. Die Nässe und die damit verbundenen Gefahren hatten die Organisatoren beim Schwierigkeitsgrad des Parcours berücksichtigt.

Viele "Simme"-Liebhaber sind zum Zuschauen gekommen

Zahlreiche Besucher an der Strecke bestätigten, dass der Mythos Simson nichts an Charme verloren hat. Für viele im Osten war das Zweirad aus Suhl das erste Fahrzeug, dass ihnen eine gewisse Mobilität ermöglichte. Die jüngeren Leute schätzen es, weil es mit der Führerscheinklasse AM schon gefahren werden darf. Auch deshalb befanden sich viele Jugendliche unter den Besuchern. Einige davon waren selbst mit ihrer Simson angereist. Viel Mühe und nicht zuletzt auch finanzielle Mittel stecken in den "Simmen". Das war auch auf der Strecke zu sehen. Mit den verschiedensten Umbauten wurden die Zweiräder aufgemotzt. "Ich komme immer hier her. Die Stimmung ist einfach toll und die Mopeds machen Spaß", sagte Bernd Reichel aus Chemnitz. Er war für viele andere auch froh darüber, dass es überhaupt wieder Veranstaltungen gibt. Dutzende Helfer sichern Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung ab. "Es lohnt sich aber immer wieder, wenn man spürt, dass die Leute Freude daran haben", so Michael Noack.