Spielerisch die Heimat entdecken

Genial Jugendliche auf Spurensuche in Cranzahl

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Florian Böhme, Leon Böttcher, Frank Böttcher-Meier, Christina Loren und Elias Benedikt (v.l.) üben schon mal das Häuserraten. Foto: Ilka Ruck

Sema/Cranzahl. Im Sehmatal geht es in diesem Jahr vom 11. bis 20. August gleich zehn Tage lang rund. Denn dann feiern die Ortsteile Cranzahl und Sehma vom 11. bis 13. und vom 18. bis 20. August ihr 650-jähriges Bestehen.

Am ersten Sonntag ist in Cranzahl rund um das Turnerheim ein großer Händlermarkt geplant. Hier zeigen Handwerker und Vereine ein historisch-technisches Abbild der Entwicklungsgeschichte. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Auch das Familien- und Seniorenzentrum Cranzahl wollte für das Ortsjubiläum einen Beitrag leisten. Dazu erklärt Zentrums-Chefin Christina Lorenz: "Wir wollten unbedingt Jugendliche in die Recherche mit einbeziehen und sie selbst erforschen lassen, was sie interessiert. Dabei kam uns das Jugendprogramm 'Spurensuche' wie gerufen."

Die Heimat in ein Spiel gebannt

Nun ist es fast fertig, das History-Spiel oder "Monopoly vom Dorf". Das soll keineswegs abwertend klingen. Doch noch hat das Häuserspiel keinen endgültigen Namen. Christina Lorenz, Projektleiter Frank Böttcher-Meier und die Jungs Florian, Leon und Elias sind noch am Grübeln und tendieren zu der Bezeichnung "Cranzahl und seine Ladengeschichten".

Es ist erstaunlich, dass es früher im Ort -zig Geschäfte gegeben hat und auch das junge Team staunte nicht schlecht, als es auf die einstige HO, den Konsum oder die LPG gestoßen war. All das kennen die Jugendlichen gar nicht mehr und so war die Spurensuche zugleich ein gutes Stück Heimatkunde. Nun liegt der Ortsplan auf dem Tisch, die mehr als 70 Karten zu den Häusern sind gedruckt und die Männeln stehen zum Spielen bereit. - Um Erinnerungen zu wecken und alte Geschichten aufzufrischen.