Spitzenmäßige "Perlen"

Sonderschau Hartmanns Firmengeschichte

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Exponat in der Sonderausstellung über die Firma Hartmann. Foto: Leischel

Schwarzenberg. Im Museum "Perla Castrum - Ein Schloss voller Geschichte" ist die neue Sonderausstellung "Spitzenmäßig - Die Firma Hartmann" noch bis zum 3. Juli zu sehen. Anhand ausgewählter Exponate haben die Organisatoren ein detailliertes Bild der Firmengeschichte, die über drei Generation währte, wiedergegeben und am Beispiel der Firma Hartmann die Arbeitsweise eines Spitzenverlegerbetriebs und die herausragende Qualität von Handarbeitsspitzen aufgezeigt.

Spitzenfirma Hartmann

Fast 100 Jahre währte die Erfolgsgeschichte der Spitzenfirma Hartmann. Alles begann Ende des 19. Jahrhunderts als Paul Hartmann einen Spitzen- und Stickerei-Handel gründete. Hartmann baute seinen Handel als Verlegerbetrieb auf, bei dem Heimarbeiterinnen die Spitzenerzeugnisse herstellten.

Paul Hartmanns Sohn Erich übernahm 1920 die Geschäfte und verlegte den Sitz ein Jahr später nach Schwarzenberg-Neuwelt. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen bis 1946 zum regionalen Marktführer für handgeklöppelte Spitzen. 1962 übernahm Erichs Sohn Joachim Hartmann das Unternehmen. Zeitgleich beteiligte sich der Staat am Betrieb. Dieser vergrößerte seinen Einfluss 1972 durch die Neugründung als Volkseigener Betrieb (VEB) Handklöppelspitze. Der Betrieb war ab diesem Zeitpunkt der einzige in Deutschland, in dem gewerblich geklöppelt wurde.

Weitere Infos unter 03774/ 23389, E-Mail: perla.castrum@schwarzenberg.de.