Sportgericht lehnt Widerspruch ab

Fussball Der FC Erzgebirge Aue verliert juristisch und hofft auf sportlichen Sieg

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Enttäuschte Gesichter am vergangenen Sonntag beim Spiel in Darmstadt. In dieser Woche ging es vor das Sportgericht. Foto: Lippmann-Wagner

In der mündlichen Verhandlung des DFB-Sportgerichts hat der FC Erzgebirge Aue eine weitere Niederlage einstecken müssen. Denn das Richtergremium bestätigte am Donnerstag in Frankfurt/M. die bereits am Mittwoch getroffene Einzelrichterentscheidung und wies den Widerspruch der Erzgebirger zurück.

Sportgericht hält an Einschätzung fest

Damit bleibt es bei der 1:0-Niederlage der Veilchen bei Darmstadt 98 am vergangenen Sonntag. Dort hatte Schiedsrichter Sören Storks ein reguläres Tor und zwei Elfmeter nicht gegeben. Trotzdem hielt das Sportgericht an seiner Einschätzung fest. "Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters im Zusammenhang mit dem Spiel sind endgültig; auch wenn sie falsch sind. Dies ist zwingend zu beachtendes FIFA-Recht", sagte, laut DFB-Homepage, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, in der Urteilsbegründung.

Erzgebirger bleiben 16. der Abschlusstabelle

"Der Verein hatte seinen Einspruch damit begründet, dass das Nicht-Anerkennen eines eigentlich regulären Tores der Gäste in der vierten Minute einen Regelverstoß des Schiedsrichters darstelle und dass dieser zu unerträglichen Konsequenzen für den Verein führen würde", heißt es in der DFB-Mitteilung weiter. Die Erzgebirger bleiben damit 16. der Abschlusstabelle der 2. Bundesliga und haben nur noch über die Relegation die Möglichkeit den Klassenerhalt zu schaffen. Ungeachtet der juristischen Auseinandersetzung hat sich die Mannschaft bis zum Freitag akribisch auf die beiden Relegationsspiele gegen den Karlsruher SC vorbereitet. Ob der FC Erzgebirge Aue das Urteil nun akzeptiert, bleibt abzuwarten.

Binnen einer Woche Berufung möglich

Gegen das Urteil kann binnen einer Woche Berufung eingelegt werden. Demnach wäre dann das DFB-Bundesgericht zuständig. Wie verschiedene Medien berichten, will FCE-Präsident Helge Leonhardt zunächst das Ergebnis der Relegation abwarten. Das Relegations-Rückspiel wird am Dienstag 18.15 Uhr im Erzgebirgsstadion angestoßen.