Sportsoldat geht in Bayern auf Erfolgskurs

Biathlon Hans Knorr aus Seiffen arbeitet intensiv an seinem Traum von Olympia

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Hans Knorr hat sich viel vorgenommen. Foto: Andreas Bauer

Seiffen/Wallgau. Als Kind träumte Hans Knorr davon, einmal als Biathlet bei den Olympischen Spielen an den Start zu gehen. Also schloss sich der Seiffener dem SSV Blau-Weiß Neuhausen an und arbeitete fleißig an seiner Wintersportkarriere.

Körperliche Probleme bereiteten ihm Schwierigkeiten

Talent war durchaus vorhanden, schließlich konnte er sich bald für die Wintersportschule in Altenberg empfehlen. Allerdings bereiteten ihm Verletzungen immer wieder Sorgen. "In einem Jahr war mein Wachstumsschub so extrem, dass ich es am ganzen Körper merkte", berichtet der Erzgebirger. Rückenschmerzen, Kniebeschwerden und Probleme mit der Achillessehne warfen ihn so weit zurück, dass fast niemand mehr an ihn glaubte.

Neuanfang für den 20-Jährigen

Doch in Bayern ist Hans Knorr nun ein Neuanfang gelungen. Diejenigen, die immer an eine sportliche Zukunft glaubten, waren der Sportler selbst und seine Eltern. "Nur dank ihrer Unterstützung konnte ich in die Trainingsgruppe nach Mittenwald wechseln", berichtet der inzwischen 20-jährige Biathlet.

Sportförderung bei der Bundeswehr

Er wohnt inzwischen in Wallgau und muss sich jeden Morgen in der Kaserne von Mittenwald melden, denn dort ist er als Gebirgsjäger bei der Bundeswehr angestellt. Allerdings kann er sich aufgrund der Sportförderung bei der Bundeswehr den Rest des Tages größtenteils auf den Sport konzentrieren. Das macht Spaß und bringt Erfolg, wie Knorr gerade bei der Deutschen Junioren-Meisterschaft bewies.

Zweimal gewann er Silber - und außerdem den Deutschland-Pokal. Offenbar tragen die Tipps von Erfolgstrainer Bernhard Kröll, der schon Magdalena Neuer betreute, Früchte. In seiner Gruppe ist nun Laura Dahlmeier eine von Knorrs Trainingskolleginnen. Und wie sie will es auch der Seiffener zu den Olympischen Spielen schaffen.