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Spurensuche bei den Ahnen

Leute Brigitte Wicklein durchstöbert die Archive

Ehrenfriedersdorf. 

Wer Brigitte Wicklein kennt, der weiß, dass sie nicht nur kulturell und als Gästeführerin unterwegs ist, sondern sich auch intensiv der Ahnenforschung widmet. Und hierbei ist ihr erst kürzlich ein ungewöhnliches Foto in die Hände gefallen. Dazu erklärt die Ehrenfriedersdorferin: "Seit circa sieben Jahren betreibe ich Ahnenforschung und bin dabei auf viel Interessantes gestoßen. Meine Forschungen gehen väterlicherseits bis 1670 zurück. Doch jetzt ist mir ein sehr erfreulicher Fund geglückt. Es ist ein Foto, welches das Bauerngut meiner Urgroßeltern um 1910 in Thum darstellt. Nach der Wende wurde das Haus abgerissen und heute steht auf dem Gelände ein Autohaus. Die Fotocollage werde ich dem Besitzer des Autohauses überreichen." Doch Ahnenforschung ist natürlich viel mehr und für Brigitte Wicklein steht fest: "Manchmal ist es ein Rätselraten, wer oder was auf alten Fotos drauf ist. Doch ich habe Glück. Von meinen Vorfahren leben heute noch Zeitzeugen, die mir einiges erklären können. Andere Sachen wiederum finde ich in Kirchenbüchern, Standesämtern und beim Stöbern in Archiven. So habe ich beispielsweise auch herausgefunden, dass ein Großteil meiner Verwandtschaft, die alle aus dem Erzgebirge stammen, mit dem Niedergang der Strumpfwirkerindustrie ausgewandert sind. Einige sogar ins argentinische Buenos-Aires." Fest steht: Brigitte Wicklein liebt die Historie in allen Facetten. Deshalb wird sie beim Festumzug zum 675-jährigen Stadtfest in Ehrenfriedersdorf einen Teil der Verantwortung für das Bild "Industrie und Handwerk im Kaiserreich" übernehmen. Hier werden alte Gewerke, aber auch die damalige Mode dargestellt. Scherzhaft sagt sie zu ihrer Motivation: "Ich habe mich für dieses Bild entschieden, weil ich ein feines Kleid anziehen möchte."