• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

St. Georgen erhält neues Bronzegeläut

Baureport Demontage der drei alten Eisenglocken vom Turm der Kirche

Schwarzenberg. 

Am 7. August waren die Monteure einer Heidenauer Firma an der St.-Georgenkirche in Schwarzenberg damit beschäftigt, die drei Eisenglocken vom Turm in die Tiefe zu hieven. Die Männer haben einen Zeitdruck im Genick: "11 Uhr soll eine Trauung in der Kirche stattfinden", sagt Tilo Weiß vom Ordnungsamt, der die Absperrung im Auge behält, damit kein neugieriger Hobbyfotograf die Sicherheit gefährdet. Zehn Minuten vor Ultimo schwebt die kleinste der Glocken zu Boden und wird von Monteur Ronny Möllenbruck in Empfang genommen - geschafft!

Die drei Eisenhartgussglocken besitzen ein Gewicht von 1.600, 1.172 und 756 Kilogramm. 1947 hatte die Schwarzenberger Kirchgemeinde bereits ein neues Dreiergeläut aus Eiseshartguss von der Firma Schilling in Apolda erworben, der Guss war in Morgenröthe-Rautenkranz bei der Firma Lattermann ausgeführt worden.

Jetzt fanden die drei Glocken auf dem St. Georgenfriedhof ihre letzte "Ruhestätte" und bleiben so der Nachwelt als Zeitzeugnisse erhalten. Der 2006 gegründete Glockenförderverein St. Georgen zu Schwarzenberg hatte sich zum Ziel gesetzt, für die St. Georgenkirche ein neues Bronzegeläut zu finanzieren. Am 4. Oktober sollen die bereits neu gegossenen Bronzeglocken festlich geweiht werden. Bis dahin sind allerdings noch einige Maßnahmen zu stemmen. Denn eingeschlossen in das Vorhaben des Fördervereins sind die dazu notwendigen Bauarbeiten an Glockenstuhl, Glockenstube und Kirchturm.



Prospekte