Staatsforst greift Waldbesitzern unter die Arme

Folgeschäden Schnelles Aufarbeiten der Sturmschäden erforderlich

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Tom Helbig, Manfred Stülpner und Fred Uhlig im Wald am Jüdenhain. Hier hat Sturm Herwart enorm gewütet. Foto: Jan Görner

Lauta. Manfred Stülpner ist einer von über 5.000 Privat- und Körperschaftswaldbesitzern im Forstbezirk Marienberg. Ende der 1960er-Jahre hatte er auf einer Wiese am Jüdenhain 1.000 kleine Fichten gepflanzt. Sie haben sich zu einem prächtigen Wald entwickelt. Am 29. Oktober 2017 wütete der Orkan Herwart auch auf seiner Fläche. Nun liegen in seinem Wald die Stämme kreuz und quer.

Er selbst kann hier nicht aufräumen. "Das ist viel zu gefährlich", betonte er. Auf etwa 60 Festmeter Schadholz schätzt Fred Uhlig den hier entstandenen Schaden. Er leitet im Forstbezirk Marienberg des Staatsbetriebes Sachsenforst das Privat- und Körperschaftswaldrevier Marienberg. Die beiden halten nicht erst seit dem Sturm engen Kontakt. Schließlich findet sich in der Beratung der Privat- und Körperschaftseigentümer eine Kernaufgabe des Staatsbetriebes wieder.

Flächen müssen schnellstmöglich beräumt werden

"Wir wissen leider gar nicht, wer alles von Herwart und Friederike wie betroffen ist", so der verantwortliche Referent beim Sachsenforst, Tom Helbig. Dabei läuft die Zeit gegen die Waldbesitzer. Werden die Flächen nicht schnellstmöglich beräumt, dann drohen Folgeschäden wie etwa durch den Borkenkäfer. Auf einer extra für Privat- und Körperschaftswaldbesitzer einberufenen Informationsveranstaltung sollen unter anderem diese Themen angesprochen werden. "Wir wollen auch über Gefahrenabwehr, Verkehrssicherheit und Arbeitsschutz reden", so Tom Helbig. Termin ist am 24. Februar ab 9 Uhr im Gasthof Heinzebank.