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Stadionbau ohne Wenn und Aber

Pläne Landkreis stärkt den Veilchen trotz Abstiegs den Rücken

Es war nach dem Abstieg der Veilchen ein bisschen Balsam auf die geschundenen Seelen:

Das Sparkassen-Erzgebirgsstadion wird gebaut. Zur Präsentation der Pläne - vor der Kreistagsentscheidung - gab es zunächst eine dicke Überraschung. Das Sparkassen-Erzgebirgsstadion wird komplett umgebaut. "Es wird eine ganzheitliche Maßnahme", verkündete Anfang Juni Andreas Stark, der 2. Beigeordnete im Landratsamt des Erzgebirgskreises. Damit nahm man in Kauf, dass Fördermittel in Höhe von maximal 1,45 Millionen Euro zurückgezahlt werden müssen. "Wir werden aber versuchen, die Zweckbindungsfrist, die mit 25 Jahren doch sehr lang ist, zu verkürzen", stellte Stark schon bei der Präsentation in Aussicht.

Eine weitere - wesentlich kleinere - Überraschung kam von Ronny Erfurt, dem Geschäftsführer von Phase 10, der erklärte, dass auf Vereinswunsch hin auf Logen verzichtet wird. "In der ersten Etage gibt es den Businessclub mit VIP-Terrasse."

Neu war auch, dass die Einlasskontrollen erst beim direkten Betreten des Stadions durchgeführt werden. "Der Zuschauer kann vor und nachdem Spiel um das gesamte Stadion herumlaufen", sagte Erfurt im Juni zur Vorstellung des Projektes. Markant an den Plänen ist eine Glasfassade, die Erzgänge zeigt. Die Baukosten liegen bei 19,86 Millionen Euro.

Der nächste wichtige Schritt erfolgte dann Mitte Juni, die Kreisräte gaben grünes Licht für den Bau. 70 Abgeordnete stimmten mit Ja, zehn enthielten sich, zehn weitere stimmten mit Nein. Die Freude unter den Fans war groß. Sie kündigten spontan an, dass sie zum Stadionneubau eine Fan-Aktion planen und den Bau auch finanziell unterstützen wollen. Mit Abrissarbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Baustart soll im kommenden Frühjahr sein, die Fertigstellung ist für 2017 geplant.



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