Stadtentwicklung in Lößnitz

Perspektiven Wohnraum in der Altstadt stark nachgefragt

Es sind am Sonntag genau 100 Tage, dass Alexander Troll, der neue Bürgermeister der Stadt Lößnitz, im Amt ist. Im Übrigen ist Troll der 99. Bürgermeister von Lößnitz. Auf das Stadtoberhaupt ist in dieser dicht gedrängten Zeit sehr viel Neues eingeströmt. Troll sieht interessante Entwicklungsperspektiven. Festgestellt habe man, dass Lößnitz eine attraktive Wohnstadt sei. Dort wolle man ansetzen. Man habe sehr viele Nachfragen von Menschen, die gern in die Lößnitzer Altstadt ziehen möchten. "In der Innenstadt steht nach meiner Kenntnis keine einzige Wohnung leer, die bezogen werden könnte", so der Bürgermeister. Es gibt allerdings noch sanierungsbedürftige Häuser und dort sieht Troll einen Ansatzpunkt. Genauso wie bei der Frage Eigenheim-Standorte. An der Stelle sieht Troll die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes der Wohnungsbaugesellschaft Lößnitz, die zusätzlich in der Stadtentwicklung tätig sein und dort selbst Gebäude in der Altstadt erschließen und sanieren kann. Einen zweiten Geschäftsführer habe man bestellt. Das nächste Projekt sei der Ratskeller, der als Wohn- und Geschäftshaus hergerichtet werden soll. Anpacken will man auch auf der Rudolf-Weber-Straße, wo ein Gebäude seit Jahren leer steht. Zudem sollen perspektivisch neue Wohngebiete erschlossen werden. Für das Sorgenkind Post haben private Investoren Interesse bekundet. Eine Grobplanung liege über dem Gebäude, so Troll. Jetzt hoffe man, dass es zur Umsetzung kommt. In Fragen Handel und Industrie gibt es Perspektiven, so Troll: "Wir sind froh, dass in Lößnitz ansässige Betriebe über Erweiterung nachdenken." Durch den Rückbau von alter Industrie-Substanz an der B169 hat man Baufreiheit geschaffen. Dort gibt es Interessenten im gewerblichen Bereich. Überlegungen gäbe es auch in Richtung Wohnbebauung durch die Nähe zum Stadtpark. Ein Ziel sei es zudem, wieder eine Gastronomie am Markt zu bekommen.