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Corona-News

Stagnierende Verhandlungen beim Kauf eines Welterbe-Besucherzentrums

Infrastruktur Schmeilhaus wäre ein Idealgebäude

Schneeberg. 

Schneeberg. Der Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge beginnt die Planung von Welterbe-Besucherzentren - neben Freiberg, Annaberg-Buchholz und Marienberg gehört Schneeberg zu den augewählten Kommunen. Ein gemeinsames Konzept liegt vor. Wie Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert erklärt, habe man von den Verantwortlichen vorab die mündliche Zusage. In der Bergstadt hat man umliegende Kommunen ins Boot geholt.

Wunsch-Objekt nicht im Besitz der Kommune

Von Schneeberg aus können somit 21 Hauptelemente, 62 Objekte und neun assoziierte Objekte repräsentiert werden. Als Räumlichkeit hat man sich, nach der Prüfung mehrerer Varianten, fürs Gebäude am Fürstenplatz 1 als Vorzugsvariante entschieden. Das Schmeilhaus ist eines der Welterbe-Objekte - einst war dort die Schmidtbank ansässig. Ingo Seifert ist überzeugt: "Von den räumlichen Gegebenheiten ist das Haus geradezu gemacht für das Welterbe-Besucherzentrum." Allerdings ist es nicht im Eigentum der Kommune. Man bemüht sich um den Erwerb, doch die Kauf-Verhandlungen stagnieren. Der Stadt liegt ein Angebot vor fürs Schmeilhaus und das Nachbargebäude, das Härtel-Haus.

Keine Fördermittel für fremdes Eigentum

Der Preis liegt weit über der Summe des Gutachtens, welches die Stadt beauftragt hat - fürs Schmeilhaus 288.000 Euro und fürs Härtel-Haus 37.000 Euro. Das Härtel-Haus brauche man, so Seifert, um die Barrierefreiheit im Schmeilhaus herzustellen. Allerdings kann die Kommune für fremdes Eigentum keine Fördermittel beantragen. Auch gibt der Bürgermeister zu bedenken, dass man jetzt die Chance zum Erwerb habe und seitens der Stadt auch Mittel im Haushalt eingeplant sind. Ob das in Zeiten von Corona in Folge möglich sei, stehe in den Sternen.

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