Stefan Holz gibt Gas

Motorsport Saisonrückblick eines erfolgreichen Road Racers

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Das Team Moto Holz Kfz Meyer Racing: Mario Bruhn, Markus Singer, Stefan Holz und Torsten Stiehler (v.l.). Foto: Thomas Fritzsch

Walthersdorf. Ist von Road Racing die Rede, verbinden Kenner der Szene das mit einem Rennfahrer, der seit Jahren ausnehmend erfolgreich auf dieser Ebene unterwegs ist. Die Rede ist vom Walthersdorfer Stefan Holz. Die Leidenschaft des 48-Jährigen vom MC Scheibenberg kommt im Jahr 1988 richtig in Fahrt, als es der damals 19-Jährige irgendwie geschafft hatte, eine 50ccm-Rennmaschine aufzutreiben. Damit stieg der junge Walthersdorfer, der zuvor schon seinen Vater oft zu Rennen begleitete, in den Straßenrennsport ein.

Heute ist der begnadete Mechaniker, der viele Teile an seiner Drehmaschine selbst bearbeitet, aus der Superbike-Klasse auf internationaler Ebene und der Twin-Klasse nicht mehr wegzudenken. Auch in diesem Jahr bewegte Stefan Holz vom Team Moto Holz Kfz Meyer Racing zwei Rennmaschinen. Zusätzlich war er im Mai in Horice beim Rennen "300 Kurven Gustav Havel" mit einer 20 Jahre alten Kawasaki ZX7RR gemäß altem Superbike-Reglement am Start, wo auf Anhieb ein 15. Platz heraussprang.

Erfolgreiche Saison nur durch Unfall getrübt

Zuvor hatte der Rennfahrer einen guten Saisonauftakt hingelegt - beim Frühjahrspreis in Brünn mit einem 6. Platz in der Twin-Klasse auf einer 650ccm-Suzuki. Das wohl erfolgreichste Wochenende feierte Stefan Holz Mitte Mai in Schleiz beim Klassic Cup. Hier belegte er in der Superbike-Klasse Platz 1, während er im 2. Lauf ausfiel. In der Klasse Twin stand für den Walthersdorfer ein 2. Platz und ein Sieg zu Buche.

Doch das Rennen in der ersten Septemberwoche war für ihn verhängnisvoll. Der Rennfahrer stürzte im tschechischen Dymokury in der Qualifikation am Nachmittag schwer. Mit inneren Verletzungen wurde ins rund 80 Kilometer entfernte Prager Krankenhaus eingeliefert. "Mit dem Saisonverlauf bin ich bis zu meinem fatalen Unfall zufrieden. Ich danke allen, die mich unterstützten", sagte Stefan Holz, der während seiner Genesung bereits an der Saison 2018 arbeitet.