Steigende Preise treffen Mittelstand in Größenordnungen

Energieversorgung BVMW sammelt Unterschriften für bezahlbaren und nachhaltigen Strom

Die Stromkosten für Verbraucher und mittelständische Unternehmen sind in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen und das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht. Das Thema der weiter steigenden Energiepreise trifft die mittelständische Wirtschaft in Größenordnungen, davon ist Christina Pfeiffer, Leiterin des Kreisverbandes BVMW Erzgebirge, überzeugt. "Doch zum Schluss ist das nicht nur ein Problem für den Unternehmer, sondern auch für die Mitarbeiter. Und wenn Bürgern immer weniger Geld zur Verfügung steht, konsumieren sie auch weniger", so Pfeiffer. Wofür sich der BVMW einsetzt ist, dass Energie für die mittelständische Wirtschaft ausreichend zur Verfügung steht, nachhaltig, sicher und bezahlbar ist. Fakt ist: die moderne, mittelständische Wirtschaft ist auf Energie angewiesen - Energie bedeutet Antrieb, Licht und Wärme. "Wenn sich Unternehmen Energie nicht mehr leisten können, dann können wir zusperren", sagt Pfeiffer. Derzeit sammelt der BVMW Unterschriften für eine dezentralere Energieversorgung, für bezahlbaren und nachhaltigen Strom. Ziel ist eine Energieversorgung so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig. "Man muss nicht unbedingt den Strom von der Ostsee bis nach Sachsen ziehen. Vielmehr könnte der Strom regional produziert und stärker auf regionale Anbieter zurückgegriffen werden", so Pfeiffer. Sie sieht die Politik in der Pflicht: "Man muss Rahmenbedingungen schaffen, um die Chancen der Energiewende für die Wirtschaft zu nutzen und die Verbraucher zu entlasten." Dazu zähle die Senkung des staatlichen Anteils von rund 45 Prozent am Strompreis.