Steigender Altersdurchschnitt bringt Probleme

Jubiläum Kneipp-Verein in Bad Schlema wird 20 Jahre

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Gisela Keil ist die Vorsitzende des Kneipp-Vereins Bad Schlema. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Der Kneipp-Verein Bad Schlema schaut auf insgesamt 20 Jahre erfolgreiche Arbeit zurück. Die Vorsitzende Gisela Keil hält das Zepter jetzt bereits vier Jahren in der Hand. Mit 36 Leuten angefangen, zählt man heute 205 Mitglieder. Ein Großteil davon ist in den zahlreichen Sportgruppen aktiv, die dem Kneipp-Verein angehören.

Die Mitgliederzahl sei hoch, dennoch hadert Gisela Keil: "Wir hatten auch schon ein Rekordhoch von rund 300 Leuten." Den Rückgang begründet die 70-Jährige, mit dem steigenden Altersdurchschnitt: "Ein Großteil der Mitglieder ist über 40 Jahre oder bereits im Rentenalter. Es ist schwierig, junge Leute zu begeistern."

Der Verein ist sehr aktiv. Über das Jahr werden unter anderem Wanderungen, Gesundheitsaktionen oder auch Vorträge organisiert. Auch kümmert sich der Verein ums Wassertretbecken, das im Kurpark unmittelbar vor dem Karl-Aurand-Haus in Bad Schlema angesiedelt ist, wo der Kneipp-Verein sein Domizil hat.

Für die Minigolf-Anlage, die gleich nebenan aufgebaut ist, sucht man derzeit jemandem, der Verantwortung übernimmt und sich um die Anlage kümmert. Die Gründung des Kneipp-Vereins hat eine eigene Geschichte. Die Gemeinde Schlema wollte damals wieder Kurort werden und als Alternative zum Radon-Heilbad hat man sich auf Kneipp konzentriert, denn anfänglich konnte man nicht abschätzen, ob man als Radon-Heilbad Anerkennung findet.

"Als der Kneipp-Verein gegründet wurde, herrschte Aufbruchstimmung. Man wollte etwas bewegen und das wollen wir auch heute noch", so Keil.