Sternwarte lädt zur Messier-Nacht ein

Ereignis Sternenfreunde aus Sachsen und Thüringen treffen sich in Schneeberg

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Das Team der Sternwarte - vorn rechts Mike Behnke und Thomas Georgi - lädt ein zur Messier-Nacht. Foto: R. Wendland

Schneeberg. In der Sternwarte in Schneeberg steht heute ein echter Beobachtungsmarathon an. Die mittlerweile 11. Messier-Nacht beginnt 17.30 Uhr. Dazu treffen sich Sternfreunde aus ganz Sachsen und Thüringen und stellen sich einer ganz besonderen Herausforderung.

Zum Hintergrund: der französische Astronom Charles Messier entdeckte im 18. Jahrhundert dank seiner Fernrohr-Beobachtungen einige neblige Objekte in den Fernen des Weltalls. Der Astronom war es, der den berühmten Messier-Katalog zusammengestellt hat. Diese beinhaltet die 110 schönsten Objekte des Sternenhimmels.

Mit dem größten Fernrohr Sachsens einen Blick wagen

Heute nun wollen die Sternfreunde in nur einer Nacht versuchen, so viele Messier-Objekte wie möglich zu beobachten. Wenn das Wetter mitspielt, könnte es gelingen, denn der Mond stört aktuell nicht die Beobachtung. Für den Messier-Marathon nutzt man in Schneeberg natürlich auch das 600-Millimeter-Spiegelteleskop, das größte Fernrohr Sachsens.

Sternhimmel im Verlauf des Jahres

Für die Jagd auf die Messier-Objekte bauen Sternfreunde traditionell auch eigene Fernrohre auf der Sternwarten-Terrasse auf. So ist es im Austausch untereinander möglich, zu schauen und zu vergleichen, wie ein ferner Sternhaufen in den unterschiedlichen Fernrohren aussieht. Wie jedes Jahr beginnt die lange Messier-Nacht mit einem öffentlichen Vortrag im Planetarium ab 18 Uhr. Dort wird der Sternhimmel im Verlauf eines Jahres vorgestellt.

Im Anschluss widmet man sich dem Leben und Wirken von Charles Messier etwas genauer. Eine Teleskopausstellung rundet den Abend ab. Schwerpunkt ist natürlich die Beobachtung, die mit Einbruch der Dunkelheit beginnen kann. Der Sternhimmel wird gründlich erkundet: ob ferne Galaxien, Sternhaufen oder auch der große Orionnebel. Auch Jupiter mit seinen vier hellen Monden oder frühmorgens der Saturn, sind lohnenswerte Beobachtungsobjekte.