Stollberg: Fundkätzchen "Helli" geht es besser

Rettung Tierheim hat medizinische Behandlung ermöglicht

Stollberg. 

Stollberg. Das Laufen auf vier Pfoten geht schon wieder recht gut - "Helli", eine Europäische Kurzhaar Katze, ist Ende Mai als Fundtier verletzt ins Tierheim Waldfrieden nach Stollberg gekommen. Dort hat die noch sehr junge Katze, vermutlich ein Herbstkätzchen vom vorigen Jahr, Auffälligkeiten beim Laufen gezeigt. "Die Tierärztin hat bei der Untersuchung einen Bruch des Knies am rechten Hinterbein festgestellt", erzählt Silvia Günther, die zum Tierheim-Team gehört: "Leider führt unsere Tierärztin selbst keine orthopädischen Operation durch. So sind wir über eine Empfehlung zum Veterinärmediziner Jörg-Peter Popp nach Dresden gekommen. Ihm haben wir die Röntgenbilder geschickt und er hat sich bereit erklärt, die Operation zu übernehmen. Mit den Kosten ist er uns sehr entgegengekommen." Auch wenn es finanziell schwierig ist, es steht das Tierwohl vorn an, sagt Günther: "Da Helli eine noch junge Katze ist, kann man ihr schlecht verweigern, den Rest ihres Lebens in einer normalen Gangart verbringen zu können. Wenn die Katze ständig in Schonhaltung ist, um das Bein nicht zu belasten, geht das über die Hüfte und die Wirbelsäule. Das kann dazu führen, dass die Katze zeitig Arthrose bekommt und ihr Leben lang Schmerzen hat. Das kann man durch eine OP, wie bei Helli, verhindern." Tieren eine medizinische Behandlung zukommen zu lassen, wenn es nötig ist, sei keine Frage: "Alles andere ist unterlassene Hilfeleistung. Es wird jedem Tier geholfen, so lange die Möglichkeit besteht, egal ob Vogel, Igel, Katze oder Hund." Tiere gibt es im Tierheim Waldfrieden eine ganze Menge. Dort ist das Betreten in der aktuellen Situation rund um die Corona-Pandemie allerings nur mit Termin-Absprache und mit Mund-Nasen-Schutz möglich, wie Susann Scheibner, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Stollberg und Umgebung erklärt: "Das geplante Tierheimfest haben wir nach Rücksprache mit der Stadt Stollberg abgesagt. Wir orientieren jetzt auf den 1. Advent, dass wir diesen Tag eventuell etwas ausschmücken und größer aufziehen als sonst. Aber das wird die Zeit entscheiden, was möglich ist." Das Tierheim ist auf Spenden angewiesen auch um Operationen, wie bei Kätzchen "Helli" finanziell stemmen zu können. Info: www.tierschutzstollberg.de.

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