Strecke nach Aue wird ausgebaut

Bahnverkehr Bürger konnten sich beim dritten Fahrgastforum über Pläne informieren

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Vergangene Woche fand das mittlerweile dritte Fahrgastforum im Auer Kulturhaus statt. Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Aue. Vergangene Woche fand das dritte öffentliche Fahrgastforum des Verkehrsverbundes Mittelsachsen im Auer Kulturhaus statt. Thema der Veranstaltung war das Chemnitzer Modell Stufe 2, der Streckenausbau zwischen Chemnitz und Aue.

Fusion von Eisen- und Straßenbahn

Etwa 50 Bürger besuchten die Veranstaltung. Das Chemnitzer Modell steht für die Fusion von Eisenbahn und Straßenbahn. Dieselloks und elektrische Bahnen sollen zu Triebwagen werden, die auf den Eisenbahnschienen mit Diesel und im Straßenbahnnetz mit einem Elektromotor fahren.

Die Bahnen, die dazu in der Lage sind, werden Citylink-Bahnen genannt. Während des Fahrgastforums wurden natürlich auch die in der Umbauphase notwendigen Schienenersatzkonzepte erläutert.

Fünf neue Haltepunkte

Zur Beantwortung von diversen Fragen standen Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Verkehr des Verkehrsverbundes Mittelsachsen sowie Vertreter der DB Regio Netz Erzgebirgsbahn, des Landratsamtes Erzgebirgskreis und der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH zur Verfügung. In naher Zukunft steht die Errichtung einer Übergangsstelle zwischen Eisenbahn und Straßenbahn an. Außerdem sollen die Kreuzungsgleise neu gebaut werden.

Hinzu kommen fünf neue Haltepunkte entlang der Strecke. Des Weiteren sollen auch neue Stellwerke entstehen. Die Arbeiten sollen ab dem 15. September beginnen, die Inbetriebnahme der erneuerten Strecke soll im Dezember 2019 erfolgen - dann wird eine der Citylink-Bahnen auch nach Aue fahren.

Der erste Teilabschnitt "Straßenbahn" der Stufe 2 des Chemnitzer Modells war bereits 2017 in Betrieb genommen worden. Dafür wurde eine neu entwickelte Bahntrasse zwischen dem Chemnitzer Stadtzentrum und der Technischen Universität bis zum Technologiecampus gebaut.