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Streetart verbindet Tradition und Moderne

Projekt Hausfassade im Andenken an Werner Kempf gestaltet

Neustädtel. 

Neustädtel. Im Rahmen des Jubiläumsjahres 550 Jahre Bergstadt Schneeberg ist auch ein besonderes Projekt gelaufen. Im Herzen des Ortsteiles Neustädtel ist eine Hausfassade im Andenken an Werner Kempf gestaltet worden. Es ist eine großflächige Street-Art kombiniert mit Motiven und dem Stil des Künstlers. Man hat so Sinnbild für die Verbindung von Tradition und Moderne. Realisiert wird dieses Projekt von der Europäischen Kunstgemeinschaft. Alexander Mehlhorn aus Schneeberg gehört dazu und erzählt: "Es war eine Ideen-Ausschreibung der Stadt Schneeberg und daraufhin haben wir uns beworben.

Im Rahmen der Kulturhauptstadt-Bewerbung

Werner Kempf hat seine Werke in und an Häuserfassaden in der Region hinterlassen. Wir wollten eine kleine Brücke bauen und haben uns gedacht, es wäre ja nicht schlecht, wenn wir ihm eine Fassade widmen und haben uns damit beworben. Als Kind kannte ich Werner Kempf. Er war recht klein und ihm jetzt so eine Größe verleihen zu können, ist natürlich gut."

Wie Guido Günther aus Chemnitz ergänzt, sei das Ganze auch Bestandteil eines Projektes, das im Rahmen der Kulturhauptstadt-Bewerbung von Chemnitz gestartet wurde: "Es soll eine Route von Kunstwerken im öffentlichen Raum sein. Wir beschäftigen uns als Streetart-Künstler gezielt mit Künstlern der Region. Der Entwurfsprozess für die Fassade in Neustädtel hat sich ein Stück gezogen, gut zwei Monate. Gemalt war es am Ende recht schnell innerhalb von drei Tagen."

Farbtupfer im Ortsbild von Neustädtel

Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert sagt: "Werner Kempf kannten viele Neustädtler. Welche Stadt hat schon so einen Mundartdichter und so einen Künstler, der auch wunderbare Bilder gezeichnet hat. Wir haben das bisher viel zu wenig gewürdigt, deshalb war es uns wichtig, das Stadtjubiläum zu nutzen, um ein stückweit an Werner Kempf zu erinnern."

Eigentlich sollte das Kunstwerk an der Brücke angebracht werden in Neustädtel, doch das sei verwehrt worden, so der Bürgermeister: "Darüber sind wir jetzt glücklich, denn an der Fassade wirkt das Ganze viel besser." Das Kunstwerk an der Fassade zieht definitiv die Blicke auf sich und es ist ein Farbtupfer im Ortsbild von Neustädtel. Und die Neustädtler selbst sind schon ein bisschen stolz auf Werner Kempf und das zurecht.



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