Streit im Gemeinderat: Wege bleiben öffentlich

Kontrovers Amtsberger Räte diskutieren über öffentliche Wald- und Feldwege

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Amtsberg. Was machen mit Wald- und Feldwegen, die kaum noch genutzt werden? Diese Frage beschäftigt die Gemeinde Amtsberg. Rund ein Dutzend Wege oder Teilstücke, so plante die Verwaltung, sollten eingezogen werden. Damit sei die Gemeinde für den Erhalt der Pfade und die Sicherheit nicht mehr verantwortlich. Gegner argumentierten, dass mit den Wanderwegen ein Stück liebgewonnene Erholung verschwinde.

Einwände von Grundstücksbesitzern

Nachdem das Thema im Frühjahr 2017 im Rat behandelt worden war, hatte es Einsprüche von Einwohnern und Nutzern einiger Wege gegeben. So kam es, dass zwar die Mehrheit der betroffenen Wege entwidmet wurde, zwei Wege jedoch nicht. Das betrifft zum einen ein Stück des Leitenweges von der Kreuzung Heuweg bis zum Waldrand in Weißbach. "Dieser Weg bleibt öffentlich", so Bürgermeister Sylvio Krause. Dazu habe es mehrere Einwände von Bürgern gegeben, die Grundstücke an dem Weg besitzen.

Öffentlich bleibt auch der Dittersdorfer Feldweg von Höhenweg bis Kirchsteig. Der Weg sei in schlechtem Zustand, kaum noch nutzbar, so die Verwaltung. Doch das sahen mehrere Gemeinderäte anders. "Ich lehne die Einziehung ab. Viele Wege sind schon länger in schlechtem Zustand, trotzdem öffentlich", so Rüdiger Dietrich (Bürgerinitiative).

Frank Bellmann (CDU): "Die Wanderwege in Amtsberg sind allgemein in keinem guten Zustand." Krause hielt dagegen: "Entwidmung bedeutet nicht, dass der Weg verschwindet." Mit sechs Nein- zu fünf Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen wurde die Einziehung abgelehnt.