Stroh erinnert an die Krippe

Sonderausstellung Perla Castrum zeigt alte Traditionen

Die vier Kerzen auf dem Adventskranz kennt wohl jeder. Pyramiden, die die Geschichte von Christi Geburt erzählen oder die Arbeit der Bergleute würdige, sind wohl auch jedem bekannt. Doch wer weiß noch, warum man in früherer Zeit die gute Stube mit Stroh auslegte? An immer noch gepflegte, aber auch an längst vergessene Traditionen erinnert noch bis zum 10. Januar Perla Castrum - ein Schloss voller Geschichte. Die aktuelle Sonderausstellung "'s Raachermannel, de Peremett on der Bergma" nimmt die Gäste auf eine Reise durch das Weihnachtsland mit. Die Sonderschau stellt ausgehend von bekannten erzgebirgischen Weihnachtsliedern gepflegte und zum Teil auch vergessene Traditionen rund um die Advents- und Weihnachtszeit vor. So ist ein liebevoller Blickfang die mit Stroh ausgelegte "Hutzenstub". Das detailreich aufgebaute Zimmer erzählt von Schnitzern und Klöpplerinnen, zeigt altes Spielzeug und eine historische Anrichte mit Stollen und Plätzchen. Das Stroh wurde übrigens ausgelegt, um damit an die Krippe zu erinnern, in der Maria und Josef nach der Geburt ihr Kind betteten. Damit aber nicht genug, die Sonderschau stellt auch verschiedene Pyramiden, darunter Flaschen-, Blech- und Stabpyramiden vor und zeigt auch deren Ursprung.

Besonders interessant ist auch eine Vitrine, in der verschiedene Weihnachtsmarktbuden gezeigt werden. Damit erzählen die Museumsmitarbeiter die Geschichte des traditionsreichen Weihnachtsmarktes. Bis zu 400 Händler und Handwerker boten in längst vergangenen Zeiten in der Stadt ihre Waren an. Heute freuen sich die Organisatoren des Marktes, wenn sie knapp 100 Händler gewinnen können. Die Sonderschau auf Schloss Schwarzenberg hat von Dienstag bis Sonntag jeweils 10 bis 17 Uhr geöffnet.