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Studenten bauen Brücken

Projekt Berufsakademie Breitenbrunn ist im Asylbewerberheim Schneeberg zu Gast

Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln - besagt ein altes chinesisches Sprichwort. Wie viel Wahrheit in diesem Satz steckt, der gern auch auf Postkarten und Kalenderblättern verwendet wird, hat sich unlängst in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Schneeberg gezeigt.

Studenten der Berufsakademie Breitenbrunn hatten die in Schneeberg untergebrachten Asylbewerber zu einem Workshopnachmittag eingeladen, mit dem vor allem der Nachwuchs angesprochen werden sollte. "Dass alles so unkompliziert ist, haben wir nicht erwartet", sagt Svenja Kämpfer, die für die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes verantwortlich zeichnet. Sie war von der Aufgeschlossenheit der Kinder sichtlich berührt. Allerdings stellte auch Kämpfer fest, dass eine Sprachbarriere enorm war. "Wir haben uns mit Händen und Füßen verständigt", so Kämpfer. Zudem konnten zumindest einige Erwachsene Englisch und sprangen als Dolmetscher ein. Friedrich-Wilhelm Ruperti begleitete das Projekt als BA-Dozent und weiß: "Das Projekt ist wirklich sehr aufwändig gewesen."

Seinen Abschluss fand das ehrgeizige Projekt "VerBUNTenheit" mit einem Benefizabend an der Berufsakademie Breitenbrunn. Neben einer Podiumsdiskussion gab es eine große Tombola. Mit deren Erlös soll der Spielplatzbau in der Erstaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Jägerkaserne in Schneeberg unterstützt werden. Organisiert haben das Projekt die Studenten der Studienrichtung "Soziale Arbeit - Hilfen zur Erziehung". Bianca Berthold gehörte zur Musik-Gruppe: "Wir hatten Lieder vorbereitet, beispielsweise 'We will rock you' - und das ist sofort gut angekommen."

Die Kinder konnten in verschiedenen Instrumentengruppen mitwirken. Besonders bemerkenswert findet Bianca Berthold, dass sie auch etwas über die Kultur der Asylbewerber und die Musik ihrer Länder lernen konnte.