Sturmtief Eberhard wütet im Erzgebirge

Unwetter Erste Bäume entwurzelt und Feuerwehreinsatz

Foto: Andre März

Zwönitz. Ein Starkwindfeld von Sturmtief Eberhard überquert kommende Nacht die Mitte Deutschlands. Erste kräftige Schauer und Gewitter mit kräftigen Sturmböen haben bereits am Sonntagabend für erste Feuerwehreinsätze im Erzgebirge gesorgt. In Annaberg, Lößnitz, Bad Schlema und Königswalde fielen Bäume um. Auch in Zwönitz hielt eine ca. 15 Meter hohe Fichte einer Böe nicht stand und fiel auf eine Straße.

Gegen 18 Uhr wurden die Kameraden zur "Alte Lößnitzer Straße", in Höhe Gaststätte Jägerhaus zur Brettmühle alarmiert. Die Kameraden zersägten den Baum und räumten Ihn anschließend zur Seite. Im Einsatz waren hier 16 Kameraden. Noch bis zum frühen Morgen müssen weiterhin mit schweren Sturmböen, in Schauer und Gewitternähe auch mit orkanartigen Böen von 90 bis 120 km/h gerechnet werden. Es können Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt werden.

Zudem sind mehrere Zentimeter Schnee bis in die Vormittagsstunden im Erzgebirge gefallen. Die Folgen: Kilometerlange Staus durch querstehende LKW´s. Besonders betroffen war der Autobahnzubringer Scheibenberg-Stollberg/Erzg. zur A 72. Auf der S 258 standen reihenweise die LKW´s quer. Wer in Richtung A 72 wollte, brauchte über eine Stunde länger. Teilweise gab es sogar einen Schneesturm. Eine Autofahrerin auf der B 101 bei Scheibenberg hatte ganz viel Pech und landete im Graben.