Summer Lounge der Wirtschaft: Das sind die neuen Botschafter des Erzgebirges

Erzgebirgskreis hat zur Summer Lounge der Wirtschaft eingeladen

Zwönitz

Drei herausragende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur stehen ab sofort offiziell im Dienst der Region: Mandy Haase, Volkmar Viehweg und Richard Glöckner wurden im Rahmen der Summer Lounge der Wirtschaft, einem Veranstaltungsformat des Erzgebirgskreises, zu neuen Botschaftern des Erzgebirges ernannt.

Die Auszeichnung erfolgte durch Landrat Rico Anton während des 12. Unternehmerabends, der in diesem Jahr unter dem Motto „Tief verwurzelt. Hochmodern.“ in der Brauerei Zwönitz gelaufen ist. Mit dem Titel würdigt das Regionalmanagement Erzgebirge Menschen, die ihre Heimat aktiv prägen und weit über die Grenzen hinaus repräsentieren. Die Ernennung bildet ein zentrales Element der Standortkampagne „Erzgebirge – Gedacht. Gemacht.“.

Netzwerk seit 16 Jahren

Das 2010 ins Leben gerufene Netzwerk wächst damit auf 150 aktive Persönlichkeiten an. Die neuen Botschafter spiegeln die Vielfalt des Erzgebirges wider. Alle Drei vereint eine tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat. Die Ehrung ist dabei nicht nur Wertschätzung für bisheriges Engagement, sondern auch ein Ansporn, die Region im täglichen Dialog mit Partnern, Gästen und Netzwerken als lebenswerten Wirtschafts- und Lebensraum zu vertreten.

Bürgermeister von Stützengrün vertritt die Deutsche Bürstenregion

Volkmar Viehweg, Bürgermeister der Gemeinde Stützengrün, prägt den kommunalen Zusammenhalt und die Zukunft im ländlichen Raum. Bescheiden meint er: „So eine Ehrung erwartet man nicht und eigentlich müssten hier viele andere stehen, meine beiden Amtskollegen aus Schönheide und Steinberg und die ganze Pinsel- und Bürstenwirtschaft, die jeden Tag viel mehr leistet.“ Viehweg sagt auch: „Sicher hat man dadurch vielleicht die Möglichkeit, noch ein Stück weit mehr auf das Thema Deutsche Bürstenregion aufmerksam zu machen.“

Bei Gesprächen mit Unternehmen werde deutlich, dass die Wirtschaft Sorgen hat, so der Stützengrüner Bürgermeister, der genau weiß: „Wenn in unserer Region bei der Bürsten- und Pinselproduktion die Lichter ausgehen, haben wir ein massives Problem, denn es hängt eine ganze mehr mit dran, andere Industriezweige, Gewerbesteuer und Vereine.“ In Summe gibt es jetzt 150 Botschafter des Erzgebirges. Sich da mit einzureihen, sei schon etwas Besonderes, so Viehweg: „Natürlich hoffe ich, die Erwartungshaltungen erfüllen zu können und als Repräsentant der Bürsten- und Pinselindustrie und damit für einen großen Teil des Erzgebirges und des Vogtlandes unterwegs zu sein auch als Mittler zwischen Politik und Wirtschaft.“

Tenor vom Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz setzt kulturelle Glanzpunkte

Richard Glöckner, Tenor am Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz, verleiht der Region kulturelle Strahlkraft. Der 31-jährige stammt aus Seiffen aus einer Holzspielzeugmacher-Familie. Er selbst hat schon als Kind die Liebe zum Theater entdeckt: „Angefangen habe ich mit dem Puppenspiel und habe mich immer weiter entwickelt.“

Er studierte Gesang am renommierten Mozarteum Salzburg und entwickelte sich zu einem vielseitigen Künstlermit einem breiten Repertoire von Oper und Operette über Musical bis hin zum Kunstlied und Chanson. Am Theater setzt er auch eigene Projekte um – unter anderem „Mei Harz braucht Lieder“ einem Programm, wo er sich dem Volksdichter Anton Günther widmet. An der Stelle arbeitet er mit einer Puppe auf der Bühne und begeisterte bereits tausenden Zuschauer. „Das Ganze ist immer Teamwork. Man hat viele Leute an der Seite und das ist toll“, so Glöckner, der viel auch außerhalb des Erzgebirges bei Produktionen mitwirkt: „Das macht auch Spaß. Heimat ist natürlich ein Ort, an dem man gerne zurückkehrt.“

Unternehmerin trägt seit 25 Jahren Verantwortung

Mandy Haase, Unternehmerin der EMES Holding GmbH in Amtsberg, steht für regionale Wertschöpfung und wirtschaftliche Verantwortung. Die 49-jährige aus Amtsberg ist führt das Unternehmen, das im August 2001 gegründet ist, seit 25 Jahren - die Erfolgskurve zeigte stetig nach oben.

Das bedeutet viel Arbeit und auch einige schlaflose Nächte. Das Unternehmen konfektioniert Kabelbäume, elektrische mechanische Baugruppen und Schaltschrankbau. Derzeit sind 60 Mitarbeiter beschäftigt. Die Unternehmerin sagt: „Ich bin mit Herz, Leib und Seele Erzgebirgerin und ich stehe für die Wert, das ist mir wichtig.

Mit ist die Region wichtig und die Menschen, die mich letztendlich auch dahin gebracht haben, wo ich jetzt bin.“ Botschafterin zu sein, ist für Mandy Haase eine große Freude: „Es ist ein tolles Gefühl, in der Region gesehen zu werden, mitgestalten zu können und etwas erreicht zu haben, was andere schätzen und sie berührt.“

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