Tüftler setzt Erzgebirgslandschaft in Szene

Leute Jonas Schmidt lädt zu den Kunsthandwerkertagen in sein Holzatelier nach Schönfeld ein

Schönfeld. 

Schönfeld. Überall liegen Späne und es "duftet" nach Holz und Leim. Auf dem Arbeitsstuhl sitz Jonas Schmidt mit einer uralten Brille auf der Nase und tüftelt an seinem neuesten Werk: einer fantasievollen Erzgebirgslandschaft.

Zu sehen ist ein Schacht mit arbeitenden Bergleuten, der Frohnauer Hammer, ein altes Haus und im Hintergrund Pöhlberg und Schreckenberg. Noch ist das Werk unvollendet, doch bis zu den Europäischen Tagen des Kunsthandwerkes vom 5. bis 7. April, soll das gute Stück fertig sein. Denn dann möchte der Kunsthandwerker seinen Besuchern in seinem "Holzatelier josch" unter vielen weiteren Exponaten auch das Neueste zeigen und natürlich live vorführen.

Tradition erhalten

Gerne erzählt der 57-Jährige von seiner Arbeit und vor allem, was ihn antreibt: "Ich bin der Handarbeit und Tradition verbunden und zeige unser Haamitland wie es früher war. Da muss alles stimmen, das Geschichtliche genauso wie die Technik und die Ausdrucksstärke der Figuren und Schnitzereien. Manchmal sitze ich stundenlang da und überlege, wie ich alles konstruieren kann, so dass man später, wenn einmal etwas ist, auch an die Technik herankommt", erklärt Jonas. Fast alles, was im "Holzatelier josch" entsteht, ist nämlich beweglich. Bei dem neuen Stück wird im Hammer richtig gehämmert und die Bergleute sind fleißg bei der Arbeit. Besonders stimmungsvoll wird es im Dunkeln. Denn dann brennt überall Licht.

Einzigartige Handarbeit ist am Wochenende zu bestaunen

Alles, was Jonas Schmidt kreiert, sind seine eigenen Ideen und Gedanken. Ganz gleich ob Schwibbögen, Heimatberge, Buckelbergwerke oder Lichterdreiecke, das Einzigartige an den Arbeiten des Idealisten ist die filigrane Handarbeit, die vor allem den Bergbau im Erzgebirge hervorhebt. Dies alles gibt es zu den Kunsthandwerkertagen von Freitag bis Sonntag, jeweils 8 bis 18 Uhr in der Str. des Friedens 10 in Schönfeld zu sehen.