Tarifverhandlungen abgesagt

Streik Metaller in Aue haben die Warnwesten übergestreift

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Mitarbeiter des Auerhammer Metallwerks sind in den Warnstreik getreten. Foto: R. Schwabe

Aue. Gelbe Warnwesten und rote Banner: etwa 70 Beschäftigte der Auerhammer Metallwerke sind jetzt vor das Werkstor getreten. Im Rahmen des Warnstreiks sind die Metaller bis auf den Altmarkt in Aue gezogen. Sechs Verhandlungen gab es seitens der IG Metall bereits mit der Geschäftsführung. Die aktuelle Runde wurde kurzfristig abgesagt.

Was man konkret erreichen will, ist das Heranführung der Löhne an den Flächentarifvertrag der sächsischen Metall- und Elektroindustrie. Stefan Kademann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau erklärt, der Warnstreik habe sich seit längerem angedeutet. Es sei nicht alltäglich, dass die Belegschaft eines Unternehmens ihr Recht vor dem Werkstor erstreiten muss. Mit dem Warnstreik wolle man Druck machen, dass die bereits getroffenen Zusagen, eingehalten werden und man sich einigt. Man schiebe im Unternehmen die Dinge auf die lange Bank, sagt er: "Der Abstand im Entgelt liegt derzeit bei 25 Prozent im Vergleich zum Tarif. Wir wollen verhindern, dass dieser Abstand immer größer wird."

Was man sich laut Gewerkschaft vorstellen könnte, sei ein Stufenplan. Jörg Brodmann, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Zwickau, führt die Verhandlungen: "Man hat gerade einmal zwei Prozent geboten und das ist für die Leute einfach nicht akzeptabel. Das Ziel sind 100 Prozent des Flächentarifvertrags und das in Stufen." Es wäre verantwortungslos, wenn sich die Geschäftsleitung weiterhin verweigert, sagt Stefan Kademann. Man hofft, dass man sich zeitnah am Verhandlungstisch zusammenfindet.