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Tausende von Schnitzertagen begeistert

Kunst Besucherrekord zeigt, dass die Holzkunst lebt

Es ist kaum zu glauben, aber trotz Oberbürgermeisterwahl und Frühlingsspaziergang zog es knapp 2.300 Besucher zu den 23. Erzgebirgischen Schnitzertagen in den Erzhammer nach Annaberg-Buchholz. Dank des Besucherrekords darf man also beruhigt sagen: Die Holzkunst lebt! Und wie sie im wahrsten Sinne des Wortes lebt, das zeigten über 180 Teilnehmer am Wochenende mit ihren Werke und den Live-Vorführungen. Einer von ihnen ist Herbert Volker Krämer aus Cunersdorf. Der Schnitzer und Bildhauer ist fast immer bei den Schnitzertagen dabei und schwärmte: "Es ist einfach toll, dass sich so viele Besucher für die Schnitzertage interessieren. Ich freue mich schon im Vorfeld das ganze Jahr darauf und bereite mich natürlich auch vor. Hier trifft man alte Kollegen wieder und kann Erfahrungen austauschen." Auf Schnitzerfahrungen war auch Helmut Voigt aus Chemnitz aus. Für ihn als Gast stand nach dem Rundgang fest: "Soviel Handwerkskunst auf einmal, sieht man nicht alle Tage. Und ehrlich gesagt, findet man nirgends eine derartige Vielfalt in den Arbeiten und ein so großes Niveau bei der Qualität. Bei uns in Chemnitz heißt es immer, wir fahren zu den 'Mannelschnitzern'. Doch das sind die Holzkünstler längst nicht mehr." Innovative Ideen in Holz geschnitzt, das ist es, was die neue Kunst ausmacht. Und genau das bewiesen die Wettbewerbsarbeiten unter dem Thema "In Bewegung". Als Leiter der Schnitzschule brachte es Ingolf Gleisl zur Siegerehrung auf den Punkt. Er lobte: "Es gab unter den eingereichten Arbeiten sehr viele herausragende Schnitzwerke. Doch alles war toll und aufwendig gefertigt." Die Erstplatzierten waren Milena Rothe aus Lauter-Bernsbach, Lukas Meyer aus Königswalde und Udo Grund aus Bärenstein. Den Publikumspreis erhielt der Bärensteiner Rudolf Hannawald.