Tauwetter-Warnung im Erzgebirge: Überflutungsgefahr durch Regen und Schneeschmelze

40 bis 50 Liter pro Quadratmeter Niederschlag erwartet – anhaltendes Tauwetter im Erzgebirge sorgt für steigende Abflussmengen und mögliche Überflutungen

Erzgebirge

Für Sachsen, besonders für das Erzgebirge, gibt es eine amtliche Warnung vor Tauwetter. Die Warnung gilt vom 21. Februar ab 6 Uhr bis zum 23. Februar um 6 Uhr.

Ab Samstagmorgen steigen die Temperaturen deutlich an. Dadurch beginnt starkes Tauwetter, das bis Montag anhält.

Weil es wärmer wird und gleichzeitig längere Zeit regnet, schmilzt der Schnee schnell. Es werden 40 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Zusammen mit dem schmelzenden Schnee kommt dadurch viel zusätzliches Wasser zusammen.

Mögliche Gefahren durch Tauwetter und Dauerregen

  • Stark erhöhte Abflussmengen
  • Vereinzelte Überflutungen von Straßen und Unterführungen
  • Wasseransammlungen auf Verkehrsflächen
  • Erschwerte Verkehrsbedingungen
  • Besonders in tiefer gelegenen Bereichen sowie entlang kleinerer Gewässer kann es zu Problemen kommen.

Handlungsempfehlungen

  • Verhalten im Straßenverkehr anpassen
  • Überflutete Straßenabschnitte meiden
  • Aktuelle Wetter- und Hochwasserwarnungen verfolgen

Wetterentwicklung: Von Frost zu intensiver Milderung

Noch am Freitag dominiert kalte Polarluft das Wetter in Sachsen. Bei Höchstwerten zwischen -1 und +3 Grad bleibt es vielerorts frostig.

In der Nacht zum Samstag setzt jedoch eine markante Wetterumstellung ein: Von Westen breiten sich Niederschläge aus, zunächst als Schnee, rasch in gefrierenden Regen übergehend. Mit deutlicher Milderung geht der Niederschlag schließlich in Regen über – der Beginn einer ausgeprägten Tauwetterlage.

Erzgebirge besonders betroffen

Im Erzgebirge fällt zunächst noch etwas Neuschnee (3 bis 7 cm), bevor auch hier Regen einsetzt. Mit Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt beginnt ein nachhaltiges Abtauen der vorhandenen Schneedecke.

Bis Montag bleibt die Tauwetterlage bestehen. Der anhaltende Regen verstärkt die Schneeschmelze zusätzlich. Dadurch entsteht eine kritische Kombination aus:

  • Schmelzwasser
  • Dauerregen
  • Gesättigten Böden

Diese Faktoren erhöhen das Risiko für lokale Überflutungen deutlich.

Zusätzlich Wind und stürmische Böen

Parallel zur Niederschlagsentwicklung nimmt auch der Wind zu:

  • Im Erzgebirge Windböen bis 60 km/h
  • Vereinzelt Sturmböen bis 70 km/h
  • Auf dem Fichtelberg am Sonntag schwere Sturmböen möglich

Der Wind kann den Abfluss beschleunigen und die Situation zusätzlich verschärfen.

Angespannte Lage bis Wochenbeginn

Die Wetterlage in Sachsen entwickelt sich am Wochenende von winterlichem Frost hin zu einer markanten Tauwetter- und Dauerregenphase. Besonders im Erzgebirge sorgen 40 bis 50 l/m² Niederschlag in Verbindung mit Schneeschmelze für hohe Wasserbelastungen.

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