Teddy möchte reisen - ins Zschopauer Schloss Wildeck

Ausstellung Dresdner präsentiert rund 100 historische Exemplare

Zschopau. 

Zschopau. Kuschlig geht es derzeit auf dem Zschopauer Schloss Wildeck zu. "Teddy möchte reisen" heißt dort die neue Ausstellung, die noch bis zum 9. Mai historische Teddybären zeigt. Rund 100 historische Exemplare hat Lutz Reike, der Initiator und Besitzer der Sammlung, aufgebaut. Der älteste davon wurde 1905 oder 1906 produziert. "Er stammt aus der damaligen Produktionsreihe der Firma Steiff und ist damit einer der ersten weichgestopften Teddys der Welt", erklärt Reike.

Die Individualität reizt den Dresdner

Mithilfe zahlreicher Info-Tafeln will der 49-jährige Dresdner einerseits die Geschichte der kuschligen Kinderfreunde schildern. Anderseits bringt er dabei aber auch seine Begeisterung für sie zum Ausdruck. "Ich habe gemerkt, dass in Teddybären viele Emotionen stecken. Keiner ist dem anderen total gleich, selbst wenn sie aus der gleichen Produktion stammen", erklärt Reike. Nähte, Fell oder Augen - irgendetwas macht jeden Teddy individuell. "Das reizt mich doppelt", sagt der Organisator der Wanderausstellung. Damit erklärt er gleichzeitig, warum er seit nunmehr 21 Jahren Teddybären sammelt.

Schon seit 1997 begeistert er sich für Teddys

Als Diplom-Museologe hat Lutz Reike sein gesamtes Berufsleben lang mit ausgestellten Dingen zu tun. Allerdings erzählt der bei der Stadt Dresden angestellte Museumspädagoge dabei zumeist vor geschlossenen Vitrinen. "Durch meine Ausbildung juckt es mich aber in den Fingern, mit den Objekten zu arbeiten", betont der 49-Jährige. Nachdem er sich zunächst mit Antiquitäten beschäftigt hatte, weckten ab 1997 Teddys seine Aufmerksamkeit. Einen Schlüsselrolle spielte 2002 der Bau eines Piratenschiffs für seinen Patenneffen. Weil das Spielobjekt mit den Plüschfiguren zu groß geriet, beteiligte er sich damit an einer Wanderausstellung. Inzwischen geht Reike selbst mit seinen Teddys auf Reisen.