Teresa Weißbach vor dem Erzgebirgskrimi: "Heimspiel ist immer etwas Besonderes"

Interview Die Landschaftsarchitektin Katja Hartmann (Odine Johne) wird erschlagen im Wald gefunden. Hauptkommissar Robert Winkler (Kai Scheve) und seine Kollegin Karina Szabo (Lara Mandoki) ermitteln im Kreis des Bergmannsorchesters Schneeberg, in der Katja als Hornistin spielte. Unterstützt werden Sie dabei von der Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach). Die BLICK-Redaktion sprach vor der Ausstrahlung des neuen Erzgebirgskrimis "Tödlicher Akkord" (Samstag, 7. März, 20.15 Uhr ZDF) mit Theresa Weißbach.

Haben Sie eine besondere Beziehung zur Region Erzgebirge?

Klar, ich bin ein Erzgebirgskind. Ich bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe meine ersten Rollen in unserem lokalen Kindertheater gespielt. Meine Eltern hatten dort eine Bäckerei und wohnen immer noch dort. Mindestens einmal im Monat muss ich mit meiner Familie zu Besuch nach Hause, zu meinen Eltern. Meine Kinder teilen inzwischen diese besondere Beziehung zum Erzgebirge. Für mich bedeutet diese Region Heimat, auch wenn ich sehr gern in Berlin lebe.

Das Erzgebirge ist ja eher bekannt für seine Beschaulichkeit und Gemütlichkeit. Wieso ist es gerade dort reizvoll einen Krimi zu verfilmen?

Weil es gerade spannend und unheimlich ist, was unter dieser Gemütlich- und Beschaulichkeit schlummern kann. Da treten Dinge und Abgründe zutage, die ein guter Krimi braucht. Außerdem hat das Erzgebirge weitaus mehr zu bieten. Neben der traumhaften Landschaft, dem gutherzigen, manchmal ein bisschen verschrobenen Menschenschlag, verfügt die Region über einen Reichtum an Mythen und Sagen, die oft verwurzelt sind mit uralten Traditionen aus der Handwerkskunst. Das ist spannend für Film, für Krimi und hat Potential für große Filmgeschichten.

Ist das Krimi-Genre ihr Metier oder sind Sie erstmals auf diesem Terrain unterwegs?

Die deutsche Fernsehlandschaft ist voll von Krimis. Die Zuschauer in Deutschland lieben dieses Genre mehr als alle anderen. Folglich werden jedes Jahr viele gute Krimis produziert und auch meine Wenigkeit durfte schon des Öfteren in diesem Genre vor der Kamera stehen. Trotzdem würde ich nicht sagen, das Krimi allein mein Metier wäre. Damit würde ich mich selbst einschränken und mir viele ebenso spannende Möglichkeiten versagen.

Wie haben Ihnen die Dreharbeiten im Erzgebirge gefallen? Was hat Sie besonders bei den Dreharbeiten beeindruckt?

Das ist wie im Fußball, ein Heimspiel ist immer etwas Besonderes. Man weiß sein Umfeld hinter sich und trotzdem ist die Erwartung eine ganz andere, eine viel höhere, als auf neutralem Terrain. Da geht es mir als Schauspielerin nicht anders. Es ist ein Geschenk hier drehen zu dürfen und auf der anderen Seite möchte man als Botschafterin der Heimat seine Rolle noch besonderer machen. Das setzt einen unter einen gewissen Erwartungsdruck. Ich bin ja eine der wenigen Rollen im Erzgebirgskrimi, die mit Dialekt sprechen dürfen. Das ist wichtig, um eine gewisse Authentizität zu erreichen.

Haben Sie einen Lieblingsplatz im Erzgebirge?

Stollberg - da komme ich her.

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