Terror- und Amoksituationen werden geprobt

Vorbereitung Polizeischule bekommt Trainingszentrum

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Bürgermeister Ingo Seifert sieht das Vorhaben als Segen und Herausforderung zugleich. Foto: R. Wendland

Schneeberg. An der Polizeischule in Schneeberg entsteht ein Übungs- und Trainingszentrum für Terror- und Amoksituationen. Das Ganze ist Teil eines Konzepts für ein Polizeiliches Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum, woran der Freistaat Sachsen aktuell arbeitet.

Damit reagiert man auf die Anschlag-Ereignisse der letzten Wochen. Die neue Struktur soll etwa 250 Mitarbeiter vereinen. Für Schneeberg ist das eine neue Form. "In erster Linie ist es ein Segen für die Stadt, aber auch eine Herausforderung", sagt Bürgermeister Ingo Seifert. Man müsse sich auf mehr Polizeischüler und Auszubildende einstellen.

Gerade vor diesem Hintergrund sagt das Stadtoberhaupt, man müsse für die Fortbildungsteilnehmer, die dann in größerer Anzahl nach Schneeberg kommen, in der Nähe der Jägerkaserne entsprechende Übernachtungsmöglichkeiten bereitstellen. Perspektivisch spricht Seifert von einer Art Wohnheim, dass entstehen kann. Der Standort ist eher dezentral.

Es sei wichtig, für mehr Attraktivität zu sorgen und das nicht nur im Bereich Übernachtung, sondern auch im Hinblick auf die Freizeitgestaltung. Das sei ein ganz wichtiger Punkt, so Seifert: "Die Geschehnisse in der Welt zeigen es, dass sich gerade die Sicherheitsorgane auf neue Gefahren einstellen und vorbereiten müssen. Die Voraussetzungen in der Jägerkaserne sind optimal, um Szenarien durchspielen zu können."

So wie die Planungen derzeit laufen, könnte das Projekt bereits im kommenden Jahr Gestalt annehmen und starten.