Thalheim: Pumpensystem soll Antrieb der Wiesenmühle retten

Investition Kosten belaufen sich auf 68.000 Euro

Thalheim. 

Thalheim. Die Wiesenmühle ist eine der wichtigsten Attraktionen Thalheims, allerdings gibt es seit vielen Jahren Probleme mit dem Wasserrad. Um zu verhindern, dass es kaputt geht, hat der Thalheimer Stadtrat beschlossen, eine Zisterne sowie ein Pumpensystem zu bauen. Die Kosten dafür liegen bei 68.000 Euro.

Das Café und die Pension Wiesenmühle werden von Brigitte Hascheck und ihrem Sohn Bernd betrieben. Insbesondere für ihre Gäste ist das Wasserrad ein echtes Highlight. Nach der politischen Wende haben sie dieses zusammen mit dem Kammrad im Inneren der Mühle für 88.000 Deutsche Mark neu aufgebaut. "Im Laufe der Jahre ist der Mühlgraben, der Zufluss zur Zwönitz, immer mehr zugewachsen", erzählt Brigitte Hascheck. Außerdem lagerte sich zunehmend mehr Schlamm an. Der Mühlgraben hätte ausgeschachtet werden müssen, zudem wäre eine Sanierung des Wehrs notwendig gewesen. Diese Maßnahmen hätten erhebliche Kosten verursacht. "In den letzten Jahren ist auch der Wasserstand zurückgegangen, seit 2017 steht somit das Wasserrad sogar teilweise still", sagt sie. Dadurch könnte das Wasserrad kaputt gehen, was mit dem Einbau des Pumpensystems verhindert werden soll.

Die Wiesenmühle wurde im Jahr 1577 als landwirtschaftlicher Betrieb gebaut. Seit 1834 ist das Objekt im Besitz der Familie der jetzigen Inhaber. 1838 wurde es zur Ölmühle umgebaut, um Lein-, Raps-, Mohn- oder auch Nussöl herzustellen. Die Produktion fand bis 9153 statt.