Theater der Dichtung kommt in Kulturbahnhof Stollberg

Lesung Erzählung "Kloster Lugau" von Wilhelm Raabe wird vorgestellt

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Marie-Louise von Gottberg (re.) und Ingolf Huhn (Mitte) lesen Wilhelm Raabes "Kloster Lugau". Markus Teichler (hinten) umrahmt die Veranstaltung musikalisch. Foto: R. Wendland

Stollberg. Das "Kloster Lugau" von Wilhelm Raabe ist eine Erzählung, die 1893 fertig gestellt und veröffentlicht wurde und als ein ganz besonderes Werk gilt.

Das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz wird 125 Jahre und das nimmt man zum Anlass, auch die Reihe "Theater der Dichtung" unter diesen Fokus zu stellen. Gelesen werden in diesem Jahr Werke, die aus dem Gründungsjahr des Theater stammen, also von 1893.

Lesung zum Sonntag

Zuletzt in Aue in der Galerie der andere Art vorgetragen, sind die Akteure Marie-Louise von Gottberg und Intendant Ingolf Huhn zum Sonntag mit ihrer Lesung im Kulturbahnhof in Stollberg zu Gast. Los geht's dort 15 Uhr.

"Es geht nicht um das hiesige Lugau als Ort, das Kloster heißt nur so in der Geschichte. Der Name ist erfunden", erklärt Ingolf Huhn. Raabe hat in diesem Roman, den er als neuartiges Erzählexperiment bezeichnet, eine scharfe Gesellschaftssatire in einem scheinbar konventionellen Liebesroman versteckt.

Ein Ort der Stille

Das Kloster Lugau ist in der Geschichte ein Ort der Stille, der Erholung und Begegnung gegen das Strebertum der Gesellschaft. Zuhörer können gespannt sein. Die Abende im Rahmen von "Theater der Dichtung" werden mit verschiedenen Autoren bereichert.

Bereits gelesen hat man Theodor Fontane und Arthur Schnitzler und man hat den Namensgeber des Theaters Eduard von Winterstein in den Fokus gerückt. Aktuell ist es eben Wilhelm Raabe, dessen Werk vorgelesen wird. Die literarische Lesereihe widmet sich großen Werken der Dichtkunst und wird gestaltet von Schauspielern des Ensembles und Mitgliedern der Erzgebirgischen Philharmonie Aue.