Therapie-Programm macht wieder fit für den Alltag

Helios Aufenthalt in der Geriatrischen Tagesklinik gleicht ambulanter Kur

Chronische Schmerzen begleiten Inge Busse über viele Jahre. Es sind der Rücken, Hüfte und Knie, die ihr zu schaffen machen. Trotz Operationen und Medikamenten: die Schmerzen sind geblieben. Nach zwei Wochen stationärem Aufenthalt in der Geriatrie am Helios Klinikum Aue, wo man sie von Kopf bis Fuß durchgecheckt hat, ist Inge Busse mehr als optimistisch. Nicht zuletzt auch, weil sie momentan, für drei Wochen, in der Geriatrischen Tagesklinik am Haus ambulant kurt. Der Tagesablauf ist geregelt: früh wird sie vor der Haustür abgeholt. Über den Tag, von Montag bis Freitag immer 8 bis 15 Uhr, wird sie therapiert, es gibt eine ärztliche Visite und pflegerische Versorgung. Gesunde Ernährung, Gesundheitsberatung und Ruhephasen gehören genauso dazu. Nachmittag geht es wieder in die eigenen vier Wände. Die bisherige Erfahrung von Inge Busse ist positiv: "Sicher wühlt das Ganze auf. Man wird gefordert von der intensiven Physio- und Ergotherapie, doch man zieht sein Programm unter fachmännischer Anleitung durch." Die Anstrengung lohnt sich. Mit dem Laufen war die Auerin bisher deutlich eingeschränkt: "Doch jetzt war ich mit zwei Stöcken in der Stadt und bin froh, dass ich das allein geschafft habe." Schmunzelnd meint die 80-jährige: "Es wird ja auch einiges getan, dass man wieder rennen kann." Dr. med. Imke Köhler, Chefärztin der Klinik für Geriatrie, Frührehabilitation, Tagesklinik sagt: "Ziel ist es, dass sich der Zustand der Patienten verbessert, sie wieder auf die Beine kommen, zuhause bleiben und sich versorgen können." Die Erfahrung zeigt: 50 Prozent der Patienten kommen von Station in die Tagesklinik, wo es insgesamt 15 Plätze gibt, und die andere Hälfte über den Hausarzt. Im Durchschnitt liegt das Alter bei 65 bis 85 Jahren. Die meisten Patienten kommen nach einem Schlagabfall, einer Fraktur oder mit Wirbelsäulenleiden und Gelenkerkrankungen.