Thumer Bergparade begeistert Tausende Zuschauer

Sachsens Innenminister hebt Bedeutung dieser wichtigen Tradition mit 374 Teilnehmern hervor

Thum

Voller Begeisterung haben Tausende Zuschauer am Sonntagnachmittag die Bergparade in Thum verfolgt. 374 Teilnehmer aus 11 erzgebirgischen Vereinen zogen dabei mit ihren Trachten, Werkzeugen, Fahnen und Instrumenten die Blicke auf sich. „Was sie tun, ist der Tradition eine Zukunft zu geben“, lobte Sachsens Innenminister Armin Schuster, der selbst bei der Parade mitlief, das große Engagement. Ohne diese Tradition sei Weihnachten im Erzgebirge undenkbar, zumal die Bergbau-Tradition eine riesige Strahlkraft habe, die weit über die Grenzen des Erzgebirges und Sachsens hinausreiche.

Verband wirbt um neue Mitglieder

Auch Ray Lätzsch, der Vorsitzende des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, hob die Bedeutung dieser Tradition hervor. „Das Brauchtum des Berg- und Hüttenwesens lebt und ist innovativ“, sagte der Freiberger und richtete mit diesen Worten zugleich einen Appell an die vielen Zuschauer, sich selbst an der Pflege dieser Tradition zu beteiligen. Aktuell zähle der Verband 72 Vereine und etwa 4100 Mitglieder. Darunter auch viele junge Menschen, wie bei der Thumer Bergparade deutlich wurde. Trotzdem sei es wichtig, noch mehr Mitglieder zu finden.

 

Thumer wird ausgezeichnet

Warum die Brauchtumpflege so wichtig ist, erklärte Thums Bürgermeister Thomas Mauersberger: „Das erinnert uns, wie wertvoll Traditionen in einer Zeit sind, die sich rasant wandelt.“ Zusammenhalt, Beständigkeit und Verlässlichkeit geben der Region Kraft, betonte das Stadtoberhaupt, das die Gelegenheit zudem für eine Ehrung nutzte. So überreichte Mauersberger den Thumer Bürgerpreis an Volker Kies, der seit nunmehr 30 Jahren die musikalische Verantwortung der Thumer Bergkapelle trägt und dieser Funktion auch diesmal wieder einen enorm wichtigen Beitrag zum Gelingen der Bergparade leistete.

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