Tierische Rettung mit Happy End: Pferd bricht auf Brücke ein

Einsatz Feuerwehr nutzt zur Bergung der Stute eine Konstruktion aus Brettern und Paletten

Grünstädtl. 

Grünstädtl. "Pferd in Deckenboden eingebrochen" - So hieß das Alarmstichwort für die Feuerwehren aus Schwarzenberg und Pöhla am Dienstag gegen 11.30 Uhr. Auf dem Gelände der Spahnkorbfabrik an der Pöhlaer Straße in Grünstädtl brach ein Pferd beim Überqueren einer Brücke ein. Die Brücke ist ein Verbindungsstück zwischen dem Gelände der Spahnkorbfabrik und dem dahinterliegenden Feld. Dabei trennt die Brücke die beiden Grundstücke.

Was war genau passiert?

Die Eigentümer waren gerade dabei eine Stute und einen Hengst über eine Brücke zu führen. Der Hengst kam gesund auf dem Gelände der Spahnkorbfabrik an, die Stute hatte weniger Glück. Sie brach auf den morschen Brettern ein. Die Besitzer versuchten die Stute aus ihrer misslichen Lage zu befreien, was ihnen jedoch nicht gelang. Bis zum Hals blieb sie zwischen Brettern und Geländerpfeilern stecken. Dabei hatte die Stute viel Glück, nur wenige Meter trennten die Pöhla und die Stute. Wäre das Pferd einen Meter weiter vorn eingebrochen, wäre es mehrere Meter tief in die Pöhla gefallen.

Rettung war von Erfolg gekrönt

Für die Kameraden war es ein schweißtreibender Einsatz: Sie mussten die morsche Brücke stabilisieren. Dazu wurden Bretter und Paletten zurecht gesägt und auf die morschen Bretter gelegt. Mit einem kräftigen Klaps auf den Po nahm die Stute alleine Fahrt auf und kam sicher auf dem Gelände an. Der Schreck saß bei dem Eigentürmer noch tief in den Knochen. "Der Besitzer war am Anfang aufgeregt, wir haben ihn beruhigt und er war glücklich, als er sein Pferd entgegennehmen konnte", so Einsatzleiter Sebastian Tödtling. Mit Beifall wurde die Arbeit der Kameraden honoriert, für das Pferd gab es anschließend ein trockenes Brötchen, danach konnte die Stute mit ihrem Bruder kuscheln und das satte Grün genießen. Die tierische Rettung im Erzgebirge war also von einem Happy End gekrönt.