Tierischer Nachwuchs im Zoo der Minis: Alpakababy kämpft sich ins Leben

Das Alpakafohlen „Gerda-Giraffe“ hatte im Zoo der Minis einen schwierigen Start. Dank engagierter Tierpfleger entwickelte sich die kleine Kämpferin prächtig.

Aue-Bad Schlema

Der Zoo der Minis in Aue darf sich erneut über tierischen Nachwuchs freuen. Nachdem in den vergangenen Monaten bereits Zwergotter, Weißbüschelaffen und sogar die kleinsten Affen der Welt für Begeisterung sorgten, gibt es jetzt den nächsten kleinen Publikumsliebling: ein Alpakafohlen mit einer ganz besonderen Geschichte.

Erst sah sie eher wie eine kleine Giraffe aus

Eigentlich gibt es im Zoo der Minis keine Giraffen – das würde schließlich auch gar nicht zum Konzept passen. Doch als am 21. Juli 2026 das kleine Alpakafohlen das Licht der Welt erblickte, dachten viele zunächst genau daran.

Viel zu lange, dünne Beine, ein scheinbar endloser Hals und riesengroße Augen – irgendwie passte an dem winzigen Wesen zunächst nichts so richtig zusammen. Der Spitzname war deshalb schnell gefunden: „Gerda-Giraffe“.

Ein schwieriger Start ins Leben

Doch das ungewöhnliche Aussehen war das kleinste Problem.

Für Alpakastute Greynada (4) war es die erste Geburt. Leider hatte sie zunächst keine Milch und zeigte ihrem Nachwuchs gegenüber anfangs auch wenig Interesse. Eine Situation, die für ein Neugeborenes schnell kritisch werden kann.

Zum Glück sind die Tierpfleger im Zoo der Minis auf solche Notfälle bestens vorbereitet. Für den Ernstfall lagert immer gefrorene Kolostralmilch – die besonders nährstoffreiche Erstmilch nach der Geburt. Sie liefert wichtige Antikörper und stärkt die Abwehrkräfte des Jungtiers in den ersten Lebenstagen.

Mit viel Geduld gelang es den Tierpflegern schließlich, das kleine Fohlen an die Flasche zu gewöhnen. Schluck für Schluck, Stunde für Stunde kämpfte sich die kleine „Giraffe“ ins Leben.

Mutter und Nachwuchs finden langsam zusammen

Inzwischen gibt es die schönsten Nachrichten: Mutter Greynada hat ihre Tochter angenommen und kümmert sich liebevoll um sie.

Ganz ohne Unterstützung geht es allerdings noch nicht. Da die Milch der Mutter bislang nicht ausreicht, muss das Alpakafohlen weiterhin regelmäßig mit der Flasche zugefüttert werden – auch nachts.

Wer gerade Nachtschicht hatte, lässt sich übrigens leicht erkennen: an den tellergroßen Augenringen der Tierpfleger.

Gerda-Giraffe soll jetzt einfach gesund groß werden

Mittlerweile erinnert das kleine Wollknäuel immer weniger an eine Giraffe und jeden Tag ein bisschen mehr an das, was sie eigentlich ist: ein gesundes, neugieriges und unglaublich süßes Alpaka.

Der liebevolle Spitzname „Gerda-Giraffe“ wird ihr im Zoo der Minis aber wohl trotzdem noch eine ganze Weile erhalten bleiben.

Und genau das ist am Ende die schönste Nachricht: Hauptsache, die kleine Gerda bleibt gesund, munter und entwickelt sich weiterhin so gut wie in den vergangenen Tagen.

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